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Vielfalt

„aufgeSCHLOSSen“ glänzt mit Vielfalt

Abtsgmünd / Lesedauer: 3 min

18 Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Arbeiten im Schloss Untergröningen aus
Veröffentlicht:30.09.2019, 18:43

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Am Freitagabend ist die Ausstellung „aufgeSCHLOSSen“ des Kunstvereins Kiss im Schloss Untergröningen eröffnet worden. Bis zum 3. November präsentieren dort 18 junge Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten. Die Ausstellung beeindruckt vor allem durch eine unglaubliche Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Vom Eingang bis unters Dach

Vom Eingang bis unters Dach haben die Ausstellungsmacher mit Heidi Hahn als Kuratorin alles an möglichen Räumen im wahrsten Sinnes des Wortes „aufgeSCHLOSSen“. Das Schloss Untergröningen gibt den teilnehmenden jungen Künstlerinnen und Künstlern viel Platz für ihre Arbeiten. Da fehlte sogar das alte Plumpsklo in einm Raum mit seiner ursprünglichen, im Orignalszustand belassenen Ausstattung nicht, auch ein in einer Wand versteckter Heizungsofen diente als Podest für ein kleines Kunstwerk.

Nach der Begrüßung durch Martin König , den Vorsitzenden von Kiss, stellte die zweite Vorsitzende und Kuratorin dieser besonders vielseitigen Ausstellung, Heidi Hahn, die Künstler und ihre Arbeiten vor. Diese Arbeiten seien unterschiedlich, raumgreifend, raffiniert, dynamisch und frisch wie die Künstler selbst und würden sich dennoch zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk zusammen finden, sagte Hahn.

Man wolle mit dieser Ausstellung den Künstlern eine Plattform bieten, so Heidi Hahn, damit sie sich und ihre Arbeiten präsentieren können. Der Kunstverein Kiss wolle mit dieser Werkschau ein deutliches Zeichen zur Unterstützung und Förderung junger Kunst setzen. womöglich seien unter den Ausstellenden heute schon die Stars von morgen zu sehen, fuhr Hahn fort und stellte die Frage: „Ist Kunst heute nur noch ein Spekulationsobjekt? Und wer bestimmt, wer Erfolg hat und wer nicht?“ Was bedeute Kunst noch in der heutigen Medienvielfalt? Wandle sich deswegen der Kunstgeschmack nicht zu schnell? Um dem entgegen zu wirken, brauche die Welt weiterhin die Künstler und ihre Kunst, schloss die Kuratorin.

Die Ausstellenden im Schloss Untergröningen haben alle einen Bezug zu Baden-Württemberg, sind hier geboren oder haben hier studiert oder arbeiten hier. Viele von ihnen sind Meisterschüler, Stipendiaten und Preisträger. Jov T. Keisar (Ehningen) stellte bereits Monate vor der Ausstellung die entscheidende Frage: „Wo bitte geht’s nach Untergröningen?“, als er versuchte, das Schloss zu Fuß zu erreichen. Seine Erfahrungen bei diesem Fußmarsch, die er anstelle der sonst üblichen Musikbeiträge mitteilte, sorgten bei der Vernissage für viel Heiterkeit.

Die ausstellenden Künstler sind: Nina Joanna Bergold (Ludwigsburg), Janusz Czech (Pforzheim), Katharina Dörr (Ehningen), Jov T. Keisar (Ehningen), Karin Kopka-Musch (Heidelberg), Annie Krüger (Stuttgart), Patrizia Kränzlein (Bietigheim-Bissingen), Stefan Schiek (Weimar), Grit Reiss (Mannheim), Leon Löhe (Berlin/Schwäbisch Hall), Johanna Mangold (Ulm), Jan-Hendrik Pelz (Schorndorf), Melanie Nyhuis (Waiblingen), Bettina Pradella (Stuttgart), Katja Schwinn (Oberzent), Diana Charlotte Wild (ellwangen/Buenos Aires) und Nina Laaf (Karlsruhe). Auch sie hat sich vorab näher mit Untergröningen beschäftigt, wie in der Installation „Lokale Recherche“ zu sehen ist.