StartseiteRegionalRegion OstalbAalenWunder, oder doch die Eltern? Eine aufregende Weihnachtszeit

Kolumne: So isch halt!

Wunder, oder doch die Eltern? Eine aufregende Weihnachtszeit

Aalen / Lesedauer: 1 min

Noch einmal die Weihnachtszeit durch Kinderaugen betrachten. Doch auch dieser Blick ändert sich, zumindest manchmal, wie Timo Lämmerhirt von seiner Tochter erfährt.
Veröffentlicht:03.12.2023, 12:00

Artikel teilen:

Der 1. Dezember ist der Startschuss für durchgehend gute Laune meiner Tochter. Diese gipfelt schließlich im 23. Dezember, ihrem Geburtstag - und geht über die Weihnachtsfeiertage natürlich weiter. Durchgehend. Fröhlich. Wunderbar.

Nervosität vor dem ersten Weckerklingeln

Am ersten Tag des Dezembers ist sie naturgemäß vor dem ersten Weckerklingeln wach und wartet gespannt, bis ich mit dem ersten Klingeln endlich aufstehe. Schnell rennt sie ins Wohnzimmer in der Hoffnung, dort den selbstgemachten Adventskalender an den Vorhangstangen hängen zu sehen. Das „Adventskalender-Engele“ sei dafür verantwortlich, so die Sprachregelung im Hause. Natürlich ist dies zu drei Vierteln meine Frau, sie packt diese Geschenke, über mehrere Abende verteilt, liebevoll ein.

Arbeitsteilung, nur aufgrund der Größe

Grob ein Viertel entfällt deswegen auf mich, weil ich größer bin und die Päckchen oben aufhängen muss. Diesen Zauber, dieses Wundersame der Weihnachtszeit, möchten wir so lange es geht erhalten, in dem Wissen, dass es irgendwann vorbei sein wird. Schon jetzt wird sie zunehmend skeptischer. Vor einiger Zeit hegte sie mir gegenüber die Vermutung, dass wir das seien mit den Päckchen, vielleicht werde sie in dieser Nacht mal genau aufpassen. Schock.

Am Rande der Implosion

Ihr zweiter Satz brachte mich dann an den Rande einer Implosion: Die Geschichte mit dem Christkind sei ja logisch, das könne mit den ganzen Geschenken gar nicht anders funktionieren, so ihre These. Wahnsinn, durchatmen - gleichzeitig so schön, denn der Glaube ist wohl noch da.

[email protected]


Lesestoff