Birne

Und sie laufen immer noch: Was ist aktuell eigentlich das Problem der „Spaziergänger“?

Aalen / Lesedauer: 2 min

Dass es aktuell immer noch Menschen gibt, die montags auf die Straße gehen, um gegen die aktuelle Politik in unseren Landen zu demonstrieren, stößt Redaktionsleiter Timo Lämmerhirt durchaus übel auf.
Veröffentlicht:24.08.2022, 12:10

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Ja natürlich, Äpfel mit Birnen vergleichen, sollte man nicht. Wenn man sich nun aber die kleine Gruppe Menschen ansieht, die montags ihre Runden durch die Aalener City dreht (übrigens stets vorbei an der Redaktion der Aalener Nachrichten), dann drängt sich doch die Frage auf: Haben diese Menschen sonst keine Probleme? Und jetzt zu den Äpfeln und Birnen: Diese Bilder sollte man doch mal einer Ukrainerin zeigen, die ihr Land mit zwei Plastiktüten in den Händen und den Kindern auf dem Rücken verlassen musste, weil sie um ihr Leben fürchtete. Zugegeben, ein unfairer Vergleich. Aber ist es fair, die Politiker über einen Kamm zu scheren oder sie gar ins Gefängnis zu wünschen? In Deutschland gibt es aktuell, Mitte/Ende August, keinerlei Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger. Dennoch wird protestiert, vorsichtshalber. Im Hinblick auf die Maßnahmen, die im Zuge des Coronavirus auf uns zukommen könnten. Konjunktiv. Mit Pauken und Trompeten, Wahnsinn.

Und dann kommt auch noch die Energiekrise

Derzeit wird gewarnt, dass im Zuge der Energiekrise höhere Kosten auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen werden, Landrat Joachim Bläse tat dies bereits mehrfach. Die Bürgermeister der vielen Städte und Gemeinden zogen nach. Die höheren Kosten werden keinen Bogen um die Ostalb machen. Aber gehören Warnungen schon in die Kategorie Entmündigung? Wäre es besser, die Preise anzuheben und danach dann zu erklären, warum man das machen musste? Transparenz ist doch immer eine von vielen Forderungen. Da ist sie.

Enger zusammenrücken, bitte alle

Wir Deutsche, also alle, ob „Spaziergänger“ oder nicht, werden fast sicher auf unangenehme Zeiten zusteuern. Diese Situation findet niemand schön, den Krieg in der Ukraine mit all seinen Konsequenzen noch viel unschöner. Vielleicht sollte man aber doch nicht alles verdammen, sondern lieber enger zusammenrücken – und zwar nicht nur wegen der bald etwas kühleren Räumlichkeiten.

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Warum die „Spaziergänger“ weiterhin montags auf die Straße gehen

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