StartseiteRegionalRegion OstalbAalenGroße Trauer um Handball-Urgestein Karl „Charly“ Berth

Mit 74 Jahren verstorben

Große Trauer um Handball-Urgestein Karl „Charly“ Berth

Aalen / Lesedauer: 2 min

Die Handballgemeinde der Ostalb trauert: Karl "Charly" Berth ist nach schwerer Krankheit verstorben.
Veröffentlicht:13.02.2024, 12:00

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Karl „Charly“ Berth, Handballurgestein erst des MTV Aalen und dann der HG Aalen/Wasseralfingen, ist tot. Er verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in der vergangenen Woche. Bei den Handballern, aber auch bei der Gemeinde Hüttlingen wird um ihn getrauert.

"Charly" steigt erst mit 28 Jahren in den Handball ein

Erst im Alter von 28 Jahren stieg „Charly“, wie er überall genannt wurde, beim damaligen MTV Aalen in den Handballsport ein. Davor war er Mitbegründer des MTV-Pop-Club und organisierte Discos und Konzerte.

Auch der unvergessene Handballer-Fasching im MTV-Heim trug seine Handschrift. Von 1977 bis 1988 war er als Handball-Torwart aktiv und in der Region fast legendär. Bereits seit 1985 engagierte er sich zusätzlich als Jugendtrainer und später als Jugendleiter.

Der Jugendbereich ist sein Steckenpferd

Die Jugend war sein Steckenpferd. Nicht nur im Handball, sondern auch jahrelang im Zeltlager Zimmerbergmühle. Er war maßgeblich am Aufbau des Mädchen- und Frauenhandballs beteiligt.

Später sprang er auch mal als Trainer der aktiven Damen- und auch der Herrenmannschaft ein. Im Jahr 2001 trieb Charly Berth die Gründung der HG Aalen/Wasseralfingen aus MTV und TSV Wasseralfingen voran.

Bis 2019 wirkte er noch als Trainer und Unterstützer bei der HG und der ASA in vielen Bereichen. „Wir verlieren einen tollen Menschen und Freund, der immer für die Gemeinschaft da war“, so seine ehemaligen Weggefährten.

42 Jahre bei der Gemeinde Hüttlingen tätig

Beruflich war „Charly“ Berth 42 Jahre bei der Gemeinde Hüttlingen tätig. Nach seiner Ausbildung am Rathaus Essingen im Verwaltungsdienst wechselte er im Oktober 1972 ins Kochertal. Dort war er unter anderem im Einwohnermeldeamt und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Seit 2002 hat Berth dort in der Zeit von Bürgermeister Günter Ensle die Veranstaltungsreihe Kleinkunstfrühling aufgebaut. Er habe immer ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Künstler gezeigt, sagt der Bürgermeister.

Auch nach seiner Pensionierung 2014 war er weiter in diesem Bereich tätig. „Er war tolerant und weltoffen, mit ihm geht auch ein Freund“, sagt Ensle.