Radwegenetz

Straßen: Ausbau geht vor Neubau

Aalen / Lesedauer: 2 min

Straßen: Ausbau geht vor Neubau
Veröffentlicht:29.09.2010, 12:35
Aktualisiert:26.10.2019, 00:00

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Bei der Erhaltung und Instandsetzung des Straßen- und Radwegenetzes besteht deutlich zunehmender Handlungsbedarf. Das hat Kreiskämmerer Karl Kurz im Umweltausschuss des Kreistags deutlich gemacht. Er legte dem Gremium die Mittelfristige Finanzplanung bis 2014 für den Kreisstraßen- und Radwegeausbau vor.

Oberste Maxime sei angesichts der klammen Kreiskasse weiterhin: Substanzerhaltung vor Ausbau und Ausbau vor Neubau. Wenn sich der Kreis nicht auf notwendige, geringst mögliche Standards beschränke, laufe er Gefahr, dass er Ausbaumaßnahmen nicht mehr finanzieren könne und dass folglich der Unterhaltungsaufwand zunimmt. Unter sinnvoller Verknüpfung von Ökonomie und Ökologie müsse die Verkehrssicherheit im Vordergrund stehen.

Das Gesamtausbauvolumen für Kreisstraßen mit begleitenden Rad- und Gehwegen für die kommenden vier Jahre bezifferte Kurz für insgesamt 27 Maßnahmen auf rund 20 Millionen Euro, wobei die Hälfte der Summe Zuschüsse sind. Im kommenden Jahr beläuft sich das Ausbauvolumen auf 3,6 Millionen einschließlich Zuschüssen von knapp 1,5 Millionen.

500 000 Euro im Jahr für Belagserneuerungen sind laut Kurz angesichts der leeren Kassen gerade noch vertretbar. Allerdings solle dieses Niveau in den kommenden Jahren Schritt für Schritt wieder angehoben werden, um damit den Anforderungen gerecht zu werden.

Ein kreisweit gut ausgebautes Radwegenetz sei Voraussetzung dafür, dass das Fahrrad als umweltfreundliches Nahverkehrsmittel weiter an Bedeutung gewinne. Um die Radwegekonzeption fortzuschreiben, sollen im Haushalt 2011 Mittel in Höhe von 100 000 Euro vorgesehen werden.

Insgesamt, so das Fazit des Kämmerers, ist die Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum auf einem guten Niveau. Dieses müsse jedoch erhalten bleiben, denn es sei ein harter Standortfaktor, der über die Sicherung und den Erhalt von Arbeitsplätzen entscheide. Landrat Klaus Pavel richtete den Blick aber auch auf das Land. Es müsse dringend die Beläge der Straßen richten lassen, für die es zuständig sei, denn sonst gehe es an die Substanz. Auch im Ostalbkreis häuften sich die Verkehrsbeschränkungen wegen des schlechten Straßenzustands.