Stadtoval

Steg ist der „Pfropfen, der da draufsteckt“

Aalen / Lesedauer: 3 min

Gemeinderatsausschuss befasst sich intensiv mit der weiteren Entwicklung des künftigen Stadtovals
Veröffentlicht:29.01.2015, 19:33
Aktualisiert:24.10.2019, 06:00

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Die Schlüsselfrage für die weitere Entwicklung und Erschließung des Stadtovals scheint die zu sein, ob einmal ein Steg vom Bahnhofsplatz aus zu dem Areal hinüberführen soll. Das ist am Donnerstag deutlich geworden, als sich der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung des Gemeinderats damit beschäftigt hat. Dessen Mitglieder hörten auch, dass die Stadt inzwischen 36 potenzielle Investoren für eine Wohn- oder gewerbliche Bebauung auf dem ehemaligen Baustahl-Gelände verzeichnet.

Es war eine Flut an Fakten, Zeitplänen und Verfahrensfragen, die Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler dem Ausschuss in ihrem aktuellen Zwischenbericht auftischten. Die Ratsmitglieder erfuhren dabei auch, dass die Stadt inzwischen Untersuchungen in Auftrag gegeben hat, wie die Hirschbach-Unterführung und die Unterführung Düsseldorfer Straße künftig aussehen könnten und ob ein zusätzlicher Steg über die Bahngleise hinweg als direkte Anbindung an die Innenstadt machbar, sinnvoll und finanzierbar sei. Dass beide bestehenden Unterführungen weder höher noch breiter werden können, war ebenso unstrittig wie die Tatsache, dass sie aber attraktiver werden müssen, vor allem auch an ihren Ein- und Ausgängen. Und bei der Düsseldorfer Straße gilt es zu entscheiden, ob sie künftig nur noch Fußgängern und Radfahrern vorbehalten sein soll. Wofür sich Rentschler einmal mehr aussprach.

„So schnell wie möglich“

„Der Pfropfen, der da draufsteckt“, wie es der OB formulierte, ist aber das Thema Steg. Über das folgerichtig als erstes entschieden werden müsse, wie unter anderem Grünen-Fraktionschef Michael Fleischer sagte. Weshalb die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudien dafür so schnell wie möglich vorliegen müssten. Zwischen März und Ende April/Anfang Mai will die Verwaltung die Untersuchungen zu Steg und Unterführungen nun vorlegen.

Unter den 36 potenziellen Investoren, die sich für das Stadtoval bei der Stadt schon gemeldet haben, seien, so der OB, „heiße Kandidaten“ und zahlreiche lokale und regionale Akteure. Die Stadt hat sie inzwischen je nach Tiefe des Interesses und Qualität ihrer Vorhaben in drei Kategorien unterteilt. In der obersten listet sie derzeit unter anderem vier für ein mögliches neues Hotel und elf für Wohnbebauung. Aber auch mit den anderen Interessenten sei man in ständigem Kontakt. Dass über ein mögliches Hotel-Projekt am Ende einzig der Gemeinderat entscheide, sicherte der OB zu.

Die Ausschussmitglieder erfuhren aber auch, dass es deutlich mehr Material als ursprünglich angenommen ist, das bei der ab April beginnenden sogenannten Entsiegelung des Geländes von der Oberfläche und aus dem Boden geräumt werden muss. Dabei handelt es sich vor allem um Asphalt und Beton, auch aus alten Fundamenten und Gruben. Durch den höheren Anfall steigen auch die Kosten.

Abnahme ab kommender Woche

Bereits in der kommenden Woche will die Stadt mit der Abnahme des Geländes beginnen, so dass sie es noch im Februar vom Vorbesitzer, dem Grundstücks- und Immobilienentwickler Aurelis, übernehmen kann. Ebenfalls noch im Februar wird es auch ein Spitzengespräch mit der Bahn über die Verlagerung der Dieselloktankstelle geben. Denn erst danach können die noch unter Bahnrecht stehenden Teile des Stadtovals in das Planungsrecht der Stadt mit einbezogen werden. Und schließlich antwortete Heim-Wenzler auf Nachfrage, dass man gemeinsam mit den Stadtwerken bereits daran sei, ein Fernwärme-Konzept für das riesige Gelände zu erarbeiten.