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Bundesverdienstkreuz

Bundesverdienstkreuz für Petra Pachner

Aalen / Lesedauer: 3 min

Jahrzehntelanges Engagement für notleidene Kinder und Jugendliche in Nepal – Verleihung am 9. Dezember
Veröffentlicht:01.12.2022, 18:33

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„Damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, sagt Petra Pachner. Gerade aus Nepal zurückgekommen, hat die Vorsitzende des Vereins „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“ in ihrem Briefkasten ein Schreiben des Staatsministeriums in Stuttgart vorgefunden. Sie erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für notleidende Kinder und Jugendliche in Nepal das Bundesverdienstkreuz.

„Mein erster Gedanke war, dass alle, die sich dort engagieren, dieses erhalten sollten. Nicht nur ich“, erklärt Petra Pachner auf Nachfrage der „Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung“. „Mein zweiter Gedanke war, dass ich diese Auszeichnung für alle, die dort mithelfen, stellvertretend entgegennehmen werde. Und aus dieser Warte kann ich sagen, dass ich es voller Stolz und mit riesiger Freude annehme. Ist diese Auszeichnung doch ein Synonym dafür, was man als Solidargemeinschaft für die Ärmsten in dieser Welt erreichen kann.“

Die hohe Auszeichnung wird der Aalenerin anlässlich des Tags des Ehrenamts am Freitag, 9. Dezember, im Neuen Schloss in Stuttgart verliehen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird ihr und 16 weiteren Baden-Württembergern dann das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland “ überreichen.

Petra Pachner ist seit Jahrzehnten vielfältig engagiert: Seit sie 2008 zum ersten Mal in einem Waisenhaus in Nepal war, um ihre erste Tochter zu adoptieren, setzt sie sich für die Kinder und Jugendlichen dort ein. 2015, nach zwei schweren Erdbeben in Nepal, stellten sie und ihr Mann Herwig Jantschik die Hilfe auf professionelle Füße und gründeten den Verein „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“.

Beruflich als Behindertenbeauftragte des Landratsamts Aalen tätig, engagiert sich Petra Pachner seit mehr als zehn Jahren für die SPD als Stadträtin. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands der SPD, arbeitet außerdem im Integrationsaussschuss und als Sprecherin der Agendagruppe Eine Welt.

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten die nachfolgenden weiteren Personen:

Gertrud Brückmann (Bruchsal), Mina Bylow-Schiele (Ostfildern), Bernd Deigner-Grünberg (Freiberg am Neckar), Siegfried Frosdorfer (Bad Buchau), Reiner Greulich (St. Leon-Rot), Dr. Joachim Hahn (Plochingen), Helga Hartleitner (Crailsheim), Friedrich Haug (Pfalzgrafenweiler), Heide-Maria Heusch (Freiburg im Breisgau), Wolfgang Knobloch (Waldbronn), Andrea Le Lan (Tübingen), Renate Reinhart (Hohentengen am Hochrhein), Konrad Ritter (Neuried), Günter Schramm (Mannheim), Martin Walter (Bietigheim-Bissingen), Dr. Gisela Wittner (Radolfzell am Bodensee).

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland zeichnet Menschen aus, die sich besonders um die Bundesrepublik oder auch im sozialen, karitativen oder mitmenschlichen Bereich verdient gemacht haben. Jeder kann Personen für die Auszeichnung vorschlagen.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde vom ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss, 1951 gestiftet. Umgangssprachlich wird er auch als „Bundesverdienstkreuz“ bezeichnet. Das bezeichnet jedoch nur einige der insgesamt acht Ordensstufen: Verdienstmedaille, Verdienstkreuz am Bande, Verdienstkreuz 1. Klasse, Großes Verdienstkreuz, Großes Verdienstkreuz mit Stern, Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, Großkreuz sowie die Sonderstufe des Großkreuzes (Mit der Annahme seines Amtes ist der Bundespräsident Träger der höchsten Stufe des Verdienstordens).