StartseiteRegionalRegion OstalbAalen35 Millionen Euro Verlust: Ostalb-Kliniken stecken immer stärker im Minus

Tiefrote Zahlen

35 Millionen Euro Verlust: Ostalb-Kliniken stecken immer stärker im Minus

Aalen / Lesedauer: 1 min

Jedes Jahr machen die Kliniken auf der Ostalb mehr Verlust und der Kreis muss aushelfen. 2024 verliert die Klinik voraussichtlich sogar 43,5 Millionen Euro. Das sind die Gründe.
Veröffentlicht:06.12.2023, 19:00

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Dass die Kliniken auf der Ostalb Verluste machen, ist längst keine Neuigkeit mehr. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrats Kliniken Ostalb gab Finanzvorstand Thomas Schneider gemeinsam mit Landrat Joachim Bläse Einblick in die Zahlen, die sich durchaus alarmierend lesen.

2022 musste der Ostalbkreis den Kliniken mit knapp 30 Millionen Euro aushelfen. Für das Jahr 2023, für das ursprünglich mit 16 Millionen geplant wurde, werden es voraussichtlich 35 Millionen Euro. Für 2024 rechnet der Klinik-Vorstand sogar mit einem Verlust von 43,5 Millionen Euro.

Verluste haben mehrere Gründe

Schneider ließ die Zahlen allerdings nicht unkommentiert und nannte gleich mehrere Gründe für den weiter steigenden Verlust der drei Krankenhäuser des Landkreises. Da wäre zum einen der Rückgang der stationären Leistungen, mit denen die Kliniken Einnahmen generieren.

Obendrein seien viele für die Krankenhäuser essentielle Dinge teurer geworden, darunter Energiekosten, „Verbrauchsmaterialien“ und für Behandlungen notwendige Hygieneartikel. Zudem kommen laut des Finanzchefs Lieferengpässe, steigende Zinsen sowie erhöhte Lebensmittelpreise hinzu.

Fachkräftemangel und steigende Kosten

Ein weiterer Faktor sind die tariflich bestimmten, gestiegenen Personalkosten, die dem Fachkräftemangel gegenüberstehen. Aufgrund von Engpässen beim Personal konnten nicht alle Betten belegt werden. Ebenfalls geplante Einnahmen, die wegfallen.

Da die Kliniken die gestiegenen Kosten aber nicht wie ein Händler eins zu eins weitergeben können, sei es umso schwerer, dies auszugleichen. Schneider sieht deshalb auch die Bundespolitik in der Bringschuld, sich um stabile Finanzen in den Kliniken zu kümmern. Die Hoffnung auf Bundeshilfen sei jedoch gering.