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Nach Cramer-Aus

VfR-Kapitän nimmt seine Mannschaft in die Pflicht

Aalen / Lesedauer: 2 min

Nach Entlassung von VfR Aalen-Trainer Tobias Cramer: Jetzt fordert Spielführer Ali Odabas von seinem Team ein anderes Gesicht gegen Kassel.
Veröffentlicht:06.12.2023, 15:04

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Tobias Cramer ist Geschichte beim Fußball-Regionalligisten VfR Aalen. „Der Warnschuss“ oder vielmehr „das Signal“ an die Mannschaft ist erfolgt. So zumindest hatte VfR-Präsident Michael Weißkopf die Freistellung von Cramer vor dem letzten Spieltag in 2023 bezeichnet.

Welche Reaktion im Auswärtsspiel bei Hessen Kassel erfolgen wird, das bleibt abzuwarten. Ali Odabas kennt das Fußballgeschäft und weiß natürlich, dass der Verein nicht 23 Spieler austauschen kann.

„Es trifft immer zuerst den Trainer.“ Da unterscheidet sich der VfR Aalen auch nicht von anderen Teams - außer vielleicht einer bekannten Mannschaft 25 Kilometer entfernt von Aalen gibt es diesen Mechanismus eben immer, wenn es nicht läuft.

Schuld liege nie allein beim Trainer

„Die Schuld liegt allerdings nie allein am Trainer. Es sind 14 Spieler, die am Wochenende am Werk sind“, stellt der 30 Jahre alte Kapitän und Innenverteidiger der Aalener klar: „Da muss sich dann jeder einzelne Spieler auch einmal an die eigene Nase fassen.“

Dass es nicht läuft, dafür braucht es nur einen Blick auf die blanken Zahlen. Nach 20 Spieltagen rangiert Aalen auf dem 13. Tabellenplatz und hat ein Torverhältnis von 24:35 vorzuweisen. Geht man im besten Falle von nur von drei Absteigern in die Oberliga aus, dann bedeutet das, drei Punkte Vorsprung auf die TSG Balingen und Rang 16.

Der Gegner von diesem Samstag steht auf Rang 15, hat ein Spiel weniger auf der Habenseite und eben auch jene drei Punkte Abstand auf die Mannschaft von Interimstrainer Petar Kosturkov. „So wie der Spielverlauf war hätten wir das Spiel auch ohne Trainer gewinnen müssen“, blickt Odabas noch einmal auf den Acht-Minuten-K.o. in der Centus Arena gegen Koblenz zurück: „Du darfst das Spiel in dieser Art und Weise niemals verlieren.“

Wochenlang die gleichen Problem

Es passierte aber bekanntlich doch. „Es ist eigentlich unerklärlich, warum wir nach einem Gegentor immer gleich unsortiert und völlig aus der Spur sind.“

Das gehe seit Wochen so und das sei in der Mannschaft auch hinlänglich besprochen worden. „Es ist uns auch allen bewusst.“ Es mangelt aber an der Umsetzung. „Wir Spieler wollen und da macht auch keiner etwas mit Absicht.“ Die Mannschaft brauche jetzt einfach mal wieder einen Sieg, und zwar egal wie.

„Gegen Kassel wäre das natürlich optimal und dann geht man einfach mit einem positiven Gefühl in die Pause.“ Heißt im Umkehrschluss: Auf Aalen wartet ein echtes Kampfspiel in Kassel und Abstiegskampf pur.

„Seit ich in Aalen spiele, geht es gegen Kassel immer um den Nichtabstieg und den puren Kampf.“ Beide Teams brauchen auch in dieser Runde die Punkte dringend. „Das ist sehr, sehr wichtig, dass wir da mit Punkten zurückkommen.“