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„Müssen mal wieder gewinnen“

Aalen / Lesedauer: 3 min

Kicker des VfR Aalen regenerieren – Welzmüller und Schwabl harmonieren
Veröffentlicht:31.08.2015, 18:12
Aktualisiert:23.10.2019, 23:00

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Zwei von neun heißt die Rechnung des Fußball-Drittligisten VfR Aalen. Neun Punkte hätten die Aalener aus der Englischen Woche mitnehmen können, zwei sind es durch die Remisen bei den Stuttgarter Kickers und zuhause gegen Hansa Rostock geworden.

Der 13. Tabellenplatz steht nach dem sechsten Spieltag für die Mannschaft von Peter Vollmann zu Buche, was den Trainer keineswegs beunruhigt. „Wir haben ja nicht gesagt, dass wir Meister werden, sondern dass wir die Klasse halten möchten. Das wird, wie das Spiel gegen Rostock , ein harter und steiniger Weg werden.“

Zwei Tage Regeneration

Ob nun ausreichend Punkte gesammelt oder nicht, seiner Mannschaft hat er zwei Tage zur Regeneration frei gegeben. „Regeneration hätten die Jungs auch nötig gehabt, wenn sie dreimal verloren hätten“, sagt Vollmann, der seit dem vergangenen Wochenende zumindest um einen Spieler reicher ist. Gerrit Wegkamp legte ein ordentliches Debüt hin, erzielte gleich einen Treffer, der jedoch nicht gegeben wurde und hatte auch in der zweiten Halbzeit die dickste Chance der Aalener.

Spielerisch gehörte die Leistung gegen Rostock auf die Saison gesehen schon eher zu den besseren. „Generell war das Spiel mit Ball besser. Wir hatten einige gute Stafetten drin und auch Gerrit Wegkamp war schon sehr gut drin im Spiel“, sagte Mittelfeldmann Maximilian Welzmüller . Dennoch hat man auch gesehen, dass die Spieler ob des durchwachsenen Saisonstarts verunsichert sind. Alleine die Minuten nach dem Gegentreffer haben das verdeutlicht, was auch Welzmüller zugab: „Danach war eine Verunsicherung zu spüren. Danach kamen auch einige Fehler in unser Spiel und wir hatten lange Zeit keinen Ballbesitz. So ein Tor bringt vieles durcheinander.“ Im Mittelfeld harmonieren er und Kapitän Markus Schwabl immer besser. Welzmüller war bemüht, das Spiel an sich zu reißen, war jedoch auch immer wieder in die Defensive gedrängt worden, wodurch nach vorne zwangsläufig immer etwas fehlte. Seine eigene ordentliche Leistung wollte er nicht kommentieren, die Harmonie mit Schwabl gab er dann allerdings zu. „Wir verstehen uns auch privat ganz gut und auch auf dem Platz hat das super geklappt.“ Schwabl dagegen fiel in der Leistung etwas ab, hatte zudem den Lapsus, aus dem die Großchance von Rostocks Maik Lukowicz resultierte.

Richtig einschätzen mochte Welzmüller das erneute Unentschieden am Ende nicht. „Das 1:1 ist in Ordnung, weil wir zumindest einen Punkt geholt haben. Viel nach vorne bringt es uns aber nicht. Es wird Zeit, dass wir mal wieder ein Spiel gewinnen, am besten schon nächste Woche in Cottbus“, so Welzmüller. Der von seinem Kollegen gelobte Wegkamp unterdessen ist froh, in Aalen untergekommen zu sein.

Wegkamp froh, in Aalen zu sein

Mit der Situation bei Bayern München II war er nicht mehr zufrieden, hatte in dieser Saison nur drei Kurzeinsätze, nachdem er in der vergangenen Saison im Sturm gesetzt war. „Meine Situation bei Bayern München II muss ich wohl keinem mehr erklären. Da sage ich am besten gar nichts zu. Für mich ist es nur wichtig, dass der Wechsel geklappt hat, da hat sich Bayern sehr fair verhalten“, sagte Wegkamp, der von der Bank in der Regionalliga nun persönlich in die 3.Liga aufgestiegen ist.

Das weiß der 22-Jährige aber auch einzuschätzen. „Das ist eine Riesenchance für mich, diese Situation ist gut und man sieht, dass das von der Spielanlage auch zusammen passt“, so der 1,93-Meter-Hüne. Eine persönliche Marke wollte er sich verständlicherweise nicht vornehmen. Den Torefluch aber, so glaubt er, werde man bald besiegt haben. „Wir werden die Tore vorne machen, da bin ich mir ganz sicher.“