Fernwärmenetz

„Meilenstein“ im Aalener Fernwärmenetz

Aalen / Lesedauer: 2 min

Stadtwerke bauen das Wärmewerk 3 für die Versorgung von Hirschbach, Stadtoval und Innenstadt
Veröffentlicht:18.05.2018, 15:05
Aktualisiert:22.10.2019, 19:00

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Mit dem ausschließlich durch Erdgas betriebenen Wärmewerk 3 bauen die Stadtwerke ihr Fernwärmenetz weiter aus. Das künftige Spitzenlastheizwerk, mit zwei Heizkesseln je 6000 Kilowatt Leistung betrieben, soll im Dezember in Betrieb gehen und ist eine wichtige Ergänzung zu den beiden bestehenden Wärmewerken. Es wird in Spitzenzeiten Wärme in den Netzbereich Stadtoval, Hirschbach und in die Innenstadt abgeben. Die Kosten für den Neubau liegen bei knapp einer Million Euro.

Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Weiß sprach am Freitagmorgen beim Spatenstich für das Wärmewerk 3 auf dem Bauhofareal von einem „Meilenstein“. Das Stadtwerke-Projekt „Wärmenetz Aalen“ spare pro Jahr etwa 6400 Tonnen CO2 (Kohlendioxid) ein. Seit dem Frühjahr bauen die Stadtwerke das Fernwärmenetz aus, unterstützt durch das Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ des Landes Baden-Württemberg und den europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Im Innenstadtgebiet werden vorhandene Nahwärmenetzwerke miteinander verbunden und deutlich erweitert. Damit wird der erste Abschnitt einer zentralen Wärmeachse zwischen den Industrieschwerpunkten in Aalen ausgebaut. Die Versorgung dieser Wärmeachse erfolgt zunächst zentral aus dem bestehenden Heizkraftwerk, dem Wärmewerk 2. Es wurde teilweise modernisiert, in den vergangenen Monaten war das alte Blockheizkraftwerk demontiert und durch zwei neue Maschinen ersetzt worden. Eine dieser Maschinen wird ausschließlich mit zertifiziertem Biomethan betrieben. Die damit regenerativ erzeugte Stromenergie reicht aus, um rund 650 Haushalte zu versorgen.

Parallel zum Ausbau des Wärmenetzes wurden das Stadtoval, das Quartier am Stadtgarten und die Friedrichstraße mit Wärme erschlossen.

Mit dem Ausbau der Fernwärme wurde die Leistungsfähigkeit des Leitungssystems von Wärmewerk 2 in die Innenstadt aber vollkommen ausgeschöpft und zu Spitzenzeiten im Winter sogar überschritten, erklärt Weiß.