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Leuchtturmprojekt zieht positive Bilanz

Aalen / Lesedauer: 2 min

Das Leuchtturmprojekt „KI-Werkstatt Mittelstand“ kann auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken. Um Künstliche Intelligenz (KI) sowohl für regionale Unternehmen anwendbar als auch für die Bürgerschaft erfahrbar zu machen, wurden drei Bereiche erschlossen: KI-Innovation, KI-Experience und KI-Infrastruktur.
Veröffentlicht:13.02.2024, 09:16

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Das Leuchtturmprojekt „KI-Werkstatt Mittelstand“ kann auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken. Um Künstliche Intelligenz (KI) sowohl für regionale Unternehmen anwendbar als auch für die Bürgerschaft erfahrbar zu machen, wurden drei Bereiche erschlossen: KI-Innovation, KI-Experience und KI-Infrastruktur. So geht es aus einer Mitteilung der Hochschule Aalen hervor.

Im Frühjahr solle nun ein leistungsstarker Computer in Betrieb genommen werden, um die notwendige Infrastruktur für die KI-Werkstatt an der Hochschule Aalen bereitzustellen. Das Herzstück des Projektes bilde die Forschungsprojekte der KI-Innovation. Gemeinsam mit starken Industriepartnern würden Forscher der Hochschule Ansätze entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu steigern.

Im Vorhaben KIUPRO - KI-unterstützte Prozessstabilisierung für 3D-Druck und Politur - beispielsweise kooperiert Professor Rainer Börret vom Zentrum für Optische Technologien (ZOT) mit einem Start-up aus dem Innovationszentrum Aalen und einem Global Player: der Q.BIG 3D und Carl Zeiss SMT. Sie erforschen neue Ansätze für den 3D-Kunststoffdruck und die computergesteuerte Politur.

Ziel des Projektes sei es, komplexe Datenmengen mithilfe fortschrittlicher KI-Technologien zu analysieren und zu interpretieren, um genauere Vorhersagen über die Qualität der 3D-gedruckten Produkte treffen zu können. Dieser gezielte Einsatz von KI solle nicht nur die Konsistenz und Qualität der hergestellten Bauteile verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Schonung von Ressourcen leisten.

Damit das entwickelte KI-System gute Vorhersagen erstellen kann, seien häufig große Mengen an Daten aus der laufenden Produktion erforderlich. Auf Grundlage dieser Daten könne ein trainiertes KI-System Muster und Trends erkennen und somit Unregelmäßigkeiten in zukünftigen Abläufen vorhersagen.

Die Erkenntnisse, die aus der Analyse der Produktionsdaten für die Entwicklung von KI-Systemen gewonnen werden, könnten auf eine Vielzahl anderer Fertigungsbereiche in der Industrie übertragen werden. Dies biete die Chance, den Umgang mit komplexen Daten grundlegend zu verbessern und Produktionsabläufe branchenübergreifend effizienter zu gestalten. Selbstlernende Systeme, künstlich generierte Prozessdaten und die Erkennung von Anomalien, beispielsweise in Zeitreihendaten oder Schallsignalen, spielen dabei eine große Rolle.

Professor Heinz-Peter Bürkle, Prorektor für Digitalisierung, zeigt sich überzeugt: „Die Projekte der KI-Werkstatt unterstützen Unternehmen, effektivere Strategien in ihre Produktionsprozesse zu implementieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.“