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Bizarre Szenen

FDP-Politiker schockiert mit verstörenden Video-Clips

Aalen / Lesedauer: 2 min

Ein Aalener FDP-Politiker filmt sich dabei, wie er das Urinal und Klo einer Bahnhofstoilette ausleckt - und offenbar Schlimmeres. Die Kreis-FDP hat bereits darauf reagiert.
Veröffentlicht:16.05.2024, 12:20
Aktualisiert:16.05.2024, 22:36

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Es ist aktuell einer der größten Skandale im Ostalbkreis. Ein Aalener FDP-Stadtratskandidat filmt sich dabei, wie er Urinale auf öffentlichen Toiletten ableckt, dazu eine Klobürste in den Mund nimmt.

"So Hallo", wendet er sich in dem Video-Clip an seine Zuschauer, "als kleine Strafe für diesen Loser-Sklaven [Wort nicht genau zu verstehen], den ich Euch leider angeschleppt habe, bin ich jetzt hier auf dem Bahnhofsklo." Dann bückt er sich zu dem Pissoir hinunter und leckt es aus.

Was mit der Aussage gemeint ist und in welchem Kontext die Aktion steht, ist bislang völlig unklar. Weitere Szenen sind noch schockierender, weswegen an dieser Stelle auf detaillierte Beschreibungen verzichtet wird. Diese noch drastischeren Szenen wurden mittlerweile zudem offenbar von dem Social-Media-Portal gelöscht.

FDP Aalen-Ellwangen bezieht Stellung

Auf der Seite der FDP Aalen-Ellwangen ist seit diesem Mittwoch eine Stellungnahme nachzulesen. „In jüngster Zeit wurden in den sozialen Medien Videos veröffentlicht, die einen unserer Kandidaten zur Kommunalwahl in anstößigen und möglicherweise strafrechtlich relevanten Handlungen zeigen. Wir möchten klarstellen, dass diese Inhalte bis zu ihrer Veröffentlichung weder dem Ortsverband Aalen-Ellwangen noch dem Kreisverband Ostalb bekannt waren“, heißt es dort.

Auf einem weiteren Video ist der Kandidat nackt und in eindeutiger Masturbations-Pose ebenfalls deutlich zu erkennen. Währenddessen singt er die erste Strophe des Deutschlandlieds.

„Wir möchten weiter betonen, dass wir keinerlei Toleranz und kein Verständnis gegenüber den dargestellten Handlungen oder Äußerungen haben und uns von diesen ausdrücklich distanzieren. Solche Verhaltensweisen widersprechen den grundlegenden Werten und Prinzipien unserer Partei. Aus diesem Grund haben wir entschieden, die Unterstützung für den betreffenden Kandidaten mit sofortiger Wirkung zu beenden“, liest man dazu in der Stellungnahme der FDP Aalen-Ellwangen.

FDP-Kommunalpolitiker nicht zu erreichen

Und weiter heißt es auf der Homepage der FDP Aalen-Ellwangen: „Um den Vorfall vollständig zu untersuchen und entsprechende Sanktionen zu verhängen, haben wir ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel des Parteiausschlusses eingeleitet. Wir verpflichten uns zur Transparenz im Verlauf dieser Untersuchung und werden regelmäßig über unsere Fortschritte informieren.“

Am Ende eines der extrem verstörenden Videos ist zu hören, wie der Kandidat sagt: „Kommt nicht wieder vor.“ Was das bedeuten mag, ist ebenfalls noch unbekannt. Weitere Anfragen der „Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung“ wurden bereits an die FDP gestellt.

Natürlich sollte auch der Kommunalpolitiker selbst zu Wort kommen, war jedoch auch nach mehrmaligen Versuchen für unsere Redaktion nicht zu erreichen. Es sprang sofort die Mailbox an. Nach der Aufforderung, eine Nachricht zu hinterlassen, wiederholte sich die Ansage. Selbst das war somit nicht möglich.

Sobald weitere Erkenntnisse zu dem Fall vorliegen, werden wir auf Schwäbische.de umgehend darüber berichten.