Pokalrunde

VfR Aalen erreicht dritte Pokalrunde nach souveränem 2:0 in Waldstetten

Aalen / Lesedauer: 4 min

Der VfR Aalen setzt sich beim TSGV Waldstetten mit 2:0 (1:0) durch
Veröffentlicht:30.07.2022, 21:50
Aktualisiert:30.07.2022, 22:52

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Am Ende hat er sich schadlos gehalten, der Fußball-Regionalligist VfR Aalen. In der zweiten Runde des Verbandspokals ist die Mannschaft von Tobias Cramer beim Ostalb-Landesligisten TSGV Waldstetten angetreten und hat sich letztlich verdient mit 2:0 (1:0) durchgesetzt. Und auch die unterlegenen Waldstetter haben nach der Heimpleite vor rund 800 Zuschauern nicht wirklich enttäuscht gewirkt, hatten sie sich doch gegen den Favoriten mehr als ordentlich verkauft.

Realität vertreibt Träumerei

Wenn alles überragend laufe und beim Regionalligisten vielleicht nicht, dann habe man vielleicht eine Chance, so formulierte es Waldstettens Trainer Bernd Maier. So ist es am Ende nicht gekommen, das Ergebnis hätte auch durchaus höher ausfallen können, wenngleich auch der TSGV das eine oder andere Mal recht gefährlich nach vorne spielen sollte und ein Treffer drin gewesen wäre. Waldstettens Trainer Bernd Maier war entsprechend nicht unzufrieden: „Wir haben gut dagegen gehalten, gearbeitet, die Räume dicht gemacht. Dass wir nicht alles verhindern können, war klar. Aalen hat da schon noch die eine oder andere Möglichkeit gehabt, um weitere Treffer zu markieren.“

Zu schnell für den TSGV: Aalen führt früh

In der achten Minute war es Tim Schmidt, der knapp drüberköpfte, als Sean-Andreas Seitz Holger Bux bediente, fehlte am Ende auch nicht viel (18.). Besser machte es schließlich Kristjan Arth Cesen, der sich auf der linken Seite schön durchsetzte, in den Strafraum zu Bux spielte und der geschickt zurück zu Arth Cesen weiterleitete: 1:0 für den Regionalligisten, dieser Angriff ging zu schnell für die Waldstetter Abwehr (19.).

Hartmann mit Kunstschuss, Dudium etwas zu klein

Doch auch die Waldstetter sorgten für Raunen auf dem gut besuchten Waldstetter Sportplatz. Mittelfeldmann Lukas Hartmann eroberte das Leder knapp in der eigenen Hälfte und probierte es aus der Großdistanz einfach mal. Aalens Schlussmann Michel Witte war angesichts der Dominnz seines Teams weit vor seinem Tor und hätte das Nachsehen gehabt, der Ball flog aber knapp neben den Pfosten (23.). Sechs Minuten später schaffte es der Underdog dann sogar aus dem Spiel heraus, eine Chance zu kreieren. Jonas Kleinmann flankte, Max Dudium erwischte den Kopfball in der Folge nicht mehr richtig (29.), der Ball flog vorbei.

Lattentreffer von Stefan Wächter

Nach einer Hereingabe von Leon Volz zog Stefan Wächter ab, traf aus etwa sieben Metern jedoch nur die Unterkante der Latte (35.). Nach einer Ecke war es dann noch einmal Tim Schmidt, der knapp drüberköpfte (44.). Mit diesem für die Gastgeber schmeichelhaften 0:1 ging es in die Kabinen, die Hoffnung keimte dadurch aber noch beim TSGV.

Erster Warnschuss kommt vom VfR

Den ersten Warnschuss in Halbzeit zwei gab Aalens Wächter ab. Sein gezirkelter Versuch strich haarscharf über die Latte (49.). Insgesamt schien es jetzt aber, als hätte sich der Landesligist besser auf den Favoriten eingestellt. Die Chancen des VfR wurden weniger, der Ballbesitz des TSGV etwas mehr. Letztlich war es aber doch wieder der VfR, der die nächste Gelegenheit hatte: Seitz verzog knapp aus halbrechter Position (64.). Laut wurde es dann auf dem Waldstetter Sportgelände, als sich die Gastgeber doch noch einmal eine Chance herausspielen sollten. Marcel Waibel flankte von links in die Mitte, Jannik Kurfess schloss ab, verzog aber knapp (68.). Als dann auch noch der Treffer des eingewechselten Paolo Maiella wegen Abseits´ nicht anerkannt wurde, witterte die Maier-Elf noch einmal ihre Chance. Jonas Kleinmann probierte es aus der Distanz, Witte musste zweimal hinlangen, ehe er den Ball hatte. Der TSGV war in dieser Phase zwar nicht überlegen, aber frecher – und genau in diese Phase hinein, die dem Underdog so viel Mut machte, stach schließlich der VfR Aalen zu: Nach einem Eckstoß traf der soeben eingewechselte Levin Noel Kundruweit mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf zum 2:0 für den VfR (78.), was schon gleichbedeutend mit der Entscheidung in diesem Duell sein sollte.

Chancen en masse in der Schlussphase

Am Ende hätten Maiella (81.), Vico Meien (82., TSGV-Schlussmann Max Helmli parierte den Kopfball stark), Kundruweit (87.) oder Alessandro Abruscia (zirkelte eine Freistoß knapp drüber) den Sieg noch ausbauen können, es blieb aber beim Zwei-Tore-Vorsprung. Mit diesem Ergebnis konnten schließlich beide Seiten sehr gut leben. „Es war ein verdienter Sieg, auch aufgrund der Vielzahl an Torchancen. Da waren aber auch Situationen dabei, bei denen ich glaube, dass sie keine Abseitssituationen waren. Da wäre es sonst vom Ergebnis her sicher noch etwas anders ausgefallen“, resümierte VfR-Trainer Tobias Cramer