Elektroauto

Hochschule will Innovationen für Elektromobilität liefern

Aalen / Lesedauer: 1 min

Hochschule will Innovationen für Elektromobilität liefern
Veröffentlicht:06.08.2016, 18:34
Aktualisiert:23.10.2019, 13:00

Von:
Artikel teilen:

Das Elektroauto überall mit selbst erzeugtem Ökostrom laden und das unabhängig vom Energieanbieter: Genau das soll durch das am 1. August gestartete Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der Hochschule Aalen in Zusammenarbeit mit der Überlandzentrale Wörth/I.-Altheim Netz AG durch die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle erforscht und umgesetzt werden.

Denn der vermehrte Einsatz von Elektroautos werde immer wichtiger. Etwa ein Viertel des CO2-Ausstoßes wird vom Straßenverkehr verursacht. Doch die Anmeldungen der E-Autos bleiben bundesweit unter den Erwartungen. „Solange Elektroautos mit herkömmlichen Strom betrieben werden, ist Elektromobilität aus Sicht der CO2-Reduzierung eine Milchmädchenrechnung“, sagt Professor Anna Nagl , Leiterin des Kompetenzzentrums für innovative Geschäftsmodelle von der HSA. Umsetzungspartner Karlheinz Bozem ergänzt: „Erst wenn die Elektromobilität sich für die Verbraucher, Unternehmen und Kommunen rechnet, wird sie sich durchsetzen.“

Genau dafür praxisnahe Lösungen zu entwickeln und in Pilotprojekten zu testen, darum geht es im Forschungsprojekt „CO2-arme Stadt“. Elektromobilität soll durch die Nutzung von dezentral erzeugtem Ökostrom attraktiver werden. „Der Nutzer muss die Möglichkeit haben, sein Fahrzeug überall mit Ökostrom, besser noch mit selbst erzeugtem Ökostrom, zu laden. Nur dann macht E-Mobilität Sinn!“, so Nagl. Gerade die Lösungen für den Einzelnen sind wichtig, da die Elektromobilität auch den Sprung in ländliche Regionen und mittelgroße Städte schaffen muss, um eine flächendeckende Nutzung in Deutschland zu erreichen. Denn vor allem diese Regionen hätten ein hohes Ökostrom-Potential, beispielsweise durch Solarstrom.