Gumpendonnerstag

Gegen Narren ist Matzik chancenlos

Aalen / Lesedauer: 1 min

Zunftmeister Bastian Schenk beklagt beim Rathaussturm die Weiberherrschaft im Unterkochener Rathaus. Und fehlende Schwäbischkenntnisse.
Veröffentlicht:28.02.2019, 19:16
Aktualisiert:22.10.2019, 12:00

Von:
Artikel teilen:

Eine wilde Horde der Bärenfanger hat am Gumpendonnerstag mit lautem Getöse im närrischen Ruck-Zuck-Verfahren das Unterkochener Rathaus gestürmt. Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik und ihre Getreuen wehrten sich zwar nach Kräften, hatten gegen die geballte Macht der Narren mit allerlei Kanonieren, Maskenträgern, Gardemädchen und Fanfarenzug keine Chance. Schon nach wenigen Minuten wurde die weiße Fahne gehisst.

Die Gemeindeobere Matzik und die Bezirksamtschefin Kerstin Renner traten als furchterregende Teufelinnen in Aktion, doch dies beeindruckte das hochwohllöbliche Narrengericht nicht im Geringsten. Zunftmeister Bastian Schenk beklagte die Weiberherrschaft im Unterkochener Rathaus und warf Matzik in dieser Hinsicht einen perfiden Plan vor. Aufs närrische Tablett kamen auch die fehlenden Schwäbischkenntnisse der neuen Bezirksamtschefin, die zuvor auf dem Härtsfeld immerhin sieben Ortsvorsteher verschlissen habe.

Trotz einer tapferen Verteidigungsrede fiel das Urteil hart aus: Die Renners Kerstin muss fünf Tage lang im Kerker einsitzen, um dort Schwäbisch zu lernen, und die Matziks Heidi darf in den nächsten Stunden den Besuchern im Sitzungssaal einige Runden spendieren.