Hirschbachstraße

Fluch und Segen: Baustelle im Hirschbach

Aalen / Lesedauer: 2 min

Stadt informiert über Vollsperrung ab 28. Juli, Anwohner befürchten „Desaster“ und verlangen Regelungen
Veröffentlicht:31.05.2016, 20:39
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

Von:
Artikel teilen:

Acht Wochen lang, ab dem 28. Juli, wird die Hirschbachstraße in den Sommerferien und darüber hinaus zwischen Schelmen- und Braunenstraße für den Einbau einer größeren Hirschbachverdolung voll gesperrt sein. Vertreter der Stadt und der Stadtwerke haben am Dienstagabend in der DJK-Gaststätte die „Hirschbächler“ über den Ablauf dieses „Jahrhundert-Pflichtereignisses“, wie es Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle nannte, informiert. Die sorgen sich vor allem um die Erreichbarkeit ihrer Grundstücke, um Parkmöglichkeiten und ein drohendes „Desaster“, wie einer sagte.

Die Sturzflut vom Sonntag sei das nachdrücklichste Beispiel dafür gewesen, wie dringend notwendig die Beseitigung dieses größten Nadelöhrs in der Verdolung des Hirschbachs mit dem kleinsten Querschnitt aller Kanäle hier sei, sagte Steidle. Ein Umstand, der von niemandem bestritten wurde. Die Anlieger der Hirschbachstraße seien dankbar, dass die Stadt das Problem anpacke, sagte einer von ihnen. Einig waren sich Bewohner und Stadtvertreter aber auch, dass es eine extrem schwierige Baumaßnahme mit erheblichen Einschränkungen und einem sportlichen Zeitplan sein wird. „Mit der Faust in der Tasche Augen zu und durch“, hieß Steidles Devise.

Der Abauf der Baustelle

Zur Auswechslung der Verdolung wird die Hirschbachstraße ab dem 28. Juli acht Wochen lang, also rechnerisch bis zum 22. September, zwischen Schelmen- und Braunenstraße voll gesperrt sein.

Die Umleitung des Durchgangsverkehrs erfolgt von der Alten Heidenheimer Straße über die Hochbrücke und die Bahnhofstraße zum Kreisel bei der Wasseralfinger Löwenbrauerei und am Rötenberg vorbei wieder zurück beziehungsweise in umgekehrter Richtung. Fußgänger und Radfahrer sollen die Vollsperrung aber passieren können.

Im Anschluss an diese acht Wochen werden die Stadtwerke für wenige Tage unter Teilsperrung noch Vorbereitungsmaßnahmen für die spätere Erschließung des Stadtovals erledigen und bereits während der Vollsperrung Teile für die Fernwärmeversorgung des Stadtovals einbauen. Erst danach wird die Hirschbachstraße neu asphaltiert.

Die Schwerlaststrecke wird während der Bauzeit über eine provisorische Baustraße auf dem Stadtoval geführt, deren Herstellung der Hauptnutzer, die Augsburger Firma MAN Diesel und Turbo, bezahlen muss.

Stadt prüft alle Vorschläge

Aus den Reihen der Besucher kamen zahlreiche Anregungen, wie das befürchtete „Verkehrsdesaster“ vermindert werden könne, etwa durch einen Einbahn-Ringverkehr über die Düsseldorfer, die Hermann- und die Eisenbahnstraße. Und während die einen forderten, mit vorübergehenden Park- und Halteverboten etwa für Freibad-Besucher oder zur Freihaltung einer Firmenzufahrt zu hantieren, verlangten die anderen Ersatz-Parkmöglichkeiten für ihre eigenen Autos. Steidle verwies auf einen ohnehin dezimierten Verkehr in den Sommerferien. Sein Bürgermeister-Kollege Karl-Heinz Ehrmann sagte zu, alle Vorschläge auch mit Hilfe der Verkehrsschau genau zu prüfen, auch, was die direkten Anlieger der Hirschbachstraße innerhalb der Baustelle betreffe.