Deponie

Es brennt auf der Deponie Ellert

Aalen / Lesedauer: 2 min

Ein 20 Mal fünf Meter großer Haufen Restmüll geht um Mitternacht in Flammen auf
Veröffentlicht:30.08.2015, 02:53
Aktualisiert:23.10.2019, 23:00

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Eigentlich hätte der geschredderte Restmüll am Montag zur Verbrennung transportiert werden sollen. Stattdessen sind rund 500 Kubikmeter in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf der Kreismülldeponie Ellert in Flammen aufgegangen.

Vielleicht war es die Hitze des vorangegangenen Tages, vielleicht eine Scherbe in der Sonne – Thomas Leberfinger von der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung (GOA) kann über die Ursache des Feuers nur rätseln. Vor seinen Augen fressen sich helle Flammen durch einen etwa 20 Mal vier Meter großen Berg Restmüll. Es ist Mitternacht, die Feuerwehr rückt dem Brand zu Leibe. Sie war schnell da.

Anwohner hatten das helle Feuer auf der Deponie bemerkt und eine schwarze Rauchsäule, die in den Nachthimmmel aufstieg. Mehrere Anrufe gingen bei der Feuerwehr ein. Die Wehren aus Mögglingen und Heubach rückten zunächst mit 30 Kräften aus, berichtet Oberbrandmeister Thorsten Sperrle aus Bartholomä. Dazu die Führungsgruppe der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, Polizei und Rotes Kreuz. Bald sollen 20 weitere Feuerwehrkräfte aus Heubach und Lautern eintreffen, um die im Einsatz abzulösen, denn es ist mordsheiß in der schweren Montur samt Atemschutz, erklärt Sperrle.

Eine besondere Gefahr geht von dem Brand nicht aus, hört man aus den Äußerungen der Einsatzkräfte. Ausdehnen kann sich das Feuer nicht, weil Mauern zwischen einzelnen Abfallhaufen stehen. Genügend Löschwasser bekommen seine Leute aus einer nahen Zisterne, nur 200 Meter entfernt, noch auf dem Gelände der Deponie Ellert, sagt der Mögglinger Kommandant Florian Hofmeier.

Inzwischen ist ein mächtiger Radlader vorgefahren. Er nimmt brennenden Abfall in seine Schaufel auf und lädt ihn portionsweise auf einer freien Fläche ab. „Die Idee ist, den brennenden Berg mit dem Radlader auseinanderzuziehen, um so an die tiefer liegenden Glutnester zu kommen“, erläutert Thorsten Sperrle, während seine Kollegen schon ihre Schläuche auf die rauchenden Häufchen richten.

Kreisbrandmeister Otto Feil ist derweil aus Mögglingen zurückgekehrt, wo er die Brandentwicklung geprüft hatte. Er gibt Entwarnung. Der Rauch ziehe nach oben in die Atmosphäre ab. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.