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Endgültig: David Bichinashvili geht

Aalen / Lesedauer: 3 min

Der Siegringer des KSV Aalen 05 nimmt nach langem Hin und Her das Mainzer Angebot an
Veröffentlicht:31.01.2011, 16:50

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Das Ringen um David Bichinashvili hat ein Ende: Der Spitzenringer des KSV Aalen 05 hat die Verhandlungen mit den Stadtwerken Aalen abgebrochen und gestern Vormittag einen Vertrag beim Bundesligakonkurrenten ASV Mainz unterschrieben. „Ich wollte ihn noch überreden mit der Unterschrift zu warten, aber er hat sich anders entschieden“, erklärte KSV-Vizepräsident Markus Klingler .

Sportbürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher hatte Bichinashvili gemeinsam mit Klingler über das Jobangebot beim Hauptsponsor Stadtwerke Aalen gesprochen, dessen Vergabe aufgrund eines weiteren Bewerbers noch in der Schwebe war. „Ich habe Herrn Bichinashvili als akkuraten Menschen kennengelernt und hätte bei der Stelle sicher etwas machen können“, gab Fehrenbacher gestern zu Protokoll. „Die endgültige Entscheidung wäre aber erst am Donnerstag gefallen.“ So lange wollte oder konnte der deutsche Ringer mit georgischer Herkunft jedoch nicht warten.

Andere Rahmenbedingungen

Und dann war da noch die Tatsache, dass die Aalener mit der Mainzer Offerte, als Sportlehrer in einer Ganztagesschule hauptberuflich zu arbeiten, schlichtweg nicht konkurrieren konnten. „Mainz hat Glück, dass es in Rheinland-Pfalz liegt. In Baden-Württemberg gibt es aufgrund anderer Rahmenbedingungen im Schulsystem so eine Stelle gar nicht“, erklärte Klingler.

Trotz des herben Verlustes ruft der KSV-Vize zur Ruhe auf: „Natürlich können wir Davids Abgang sportlich nicht kompensieren. Er reißt eine große sportliche Lücke ein. Und natürlich können wir nach so einem großen Verlust nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Aber es geht immer weiter: Wir müssen seinen Schritt respektieren und nach vorne schauen.“

Lücke ist groß

Konkret heißt das: Einen deutschen Ringer zu finden, der Bichinashvili zumindest annähernd ersetzen kann. Die Kaderzusammenstellung ist dadurch natürlich um einiges schwieriger geworden. Der Ringer-Bundesligist benötigt in seiner Aufstellung mindestens vier Deutsche, wobei auch der Posten des als schwierig geltenden Eigengewächses Coskun Efe vakant ist. „Bei Coskun ist noch keine Entscheidung gefallen. Aber wenn wir auch ihn nicht mehr im Kader haben, haben wir schon zwei große Baustellen“, gibt Klingler zu Bedenken.

Trotz aller Widrigkeiten zum Jahresauftakt will Klingler weiterhin die sportlichen Geschicke des KSV Aalen 05 leiten. „Aber Sportliche Leitung und Vizepräsident in Personalunion werde ich in Zukunft nicht mehr unter einen Hut bringen“, sagte er gestern und kündigte an, bei der Mitgliederversammlung im April sein Amt im Vorstand zur Verfügung zu stellen, um sich als Sportlicher Leiter besser um die Bundesligamannschaft des KSV Aalen 05 kümmern zu können.