Aalen

Nach 1:0-Führung: VfR Aalen mit 1:2-Heimniederlage

Aalen / Lesedauer: 3 min

Fußball-Drittligist VfR Aalen nach Führung mit 1:2-Niederlage gegen 1. FC Kaiserslautern
Veröffentlicht:29.10.2018, 22:31
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Über eine Stunde lang sprach nicht viel gegen den VfR Aalen . Doch dann ging es schnell. Ein Torwartpatzer und auch der zweite Joker des 1. FC Kaiserslautern stach. Der VfR verlor sein erstes Montagabend-Heimspiel in der 3. Fußball-Liga vor 5804 Zuschauern mit 1:2 (1:0). Und war dementsprechend bedient. Vor allem einer: Daniel Bernhardt. „Es tut mir Leid für die Mannschaft“, erklärte der VfR-Schlussmann. „Durch das 1:1 bekommt Lautern Schwung“, sagte Bernhardt.

Bis zum Ausgleich und Bernhardts Aussetzer in der 67. Minute – der aber auch zwei Mal stark rettete – war der VfR gut im Spiel. „60 Minuten haben wir richtig gut Fußball gespielt“, befand Linksverteidiger Patrick Schorr.

Und fand den Ausgang des Spiels einfach nur „brutal“. So spielte für den FCK das Glück mit, dem waren sich die Lauterer bewusst. Der Ex-Heidenheimer Kevin Kraus, Dominik Schad und auch Trainer Michael Frontzeck (“sicherlich sehr glücklich“) – die Befragten wussten worauf es im Fußball auch ankommt.

Frontzecks Kollege VfR-Coach Argirios Giannikis stellte gegenüber der Nullnummer in Jena auf zwei Positionen um. Für Marvin Büyüksakarya und Luca Schnellbacher rückten Schorr und Marcel Bär in die Startelf.

Und die begann für Giannikis „mutig“. Nach dem Spiel stellte er fest: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Er sah, neben dem 4:1-Sieg gegen Preußen Münster, das beste Heimspiel seiner Mannschaft in dieser Saison. Mit schlechtem Ausgang.

Der VfR versuchte die Lauterer von Beginn an mit schnellem, besserem Offensivspiel als der Gegner durcheinander zu wirbeln – was oft auch gelang. Die Aalener erspielten sich leichte Feldvorteile und kamen zu mehr Abschlüssen als die eher harmlosen Roten Teufel. Die Aalener Abwehr stand in der ersten Halbzeit weitgehend kompakt. Vor dem 1:0 musste allerdings Bernhardt eingreifen – und das tat er richtig stark. Nach einem Freistoß von Theodor Bergmann köpfte Timmy Thiele aufs Tor, Bernhardt wehrte mit einem Blitzreflex ab.

Sessa mit verdienter Führung

Dann folgte der Auftritt von Matthias Morys und Nicolas Sessa: Morys passte stark auf den durchgestarteten Sessa, der noch einen Haken schlug und mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze die verdiente Führung erzielte (32.). Dieses Duo in der Offensive stellte die Betze-Buben ein ums andere Mal vor Probleme.

Eigentlich kein Problem dürfte der Schuss von Christian Kühlwetter gewesen sein für Bernhardt – doch der patzte – 1:1, aus dem Nichts (67.). Und plötzlich lag der VfR, der bis dahin das Spiel unter Kontrolle hatte, zurück. Schads Ball konnte Bernhardt noch stark abwehren, doch der ebenfalls kurz zuvor eingewechselte Elias Paul Huth köpfte freistehend zum 2:1 ein (75.).

Im Gegenzug rettete Schad nach einem Schuss von Royal-Dominique Fennell auf der Linie. Fennell protestierte auch noch in der Nachspielzeit mit, als eine strittige Handspielszene nach einem Schuss von Mattia Trianni nicht für den VfR gewertet wurde – kein Strafstoß. Nach 90 Minuten plus drei war Schluss.