StartseiteRegionalRegion OstalbAalenEigengewächs mit klarer Ansage: „Will beim VfR Aalen Stammspieler werden“

Nach starkem Auftritt gegen Kickers Offenbach

Eigengewächs mit klarer Ansage: „Will beim VfR Aalen Stammspieler werden“

Aalen / Lesedauer: 4 min

Nach Startelfdebüt rückt Linksverteidiger Mario Szabo gegen Koblenz wieder hinter Yannick Thermann ins zweite Glied - da möchte er aber nicht bleiben.
Veröffentlicht:28.11.2023, 19:28

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Viel Lob hat Defensivmann Mario Szabo für seinen ersten Startelfeinsatz für den VfR Aalen im Spiel gegen die Kickers Offenbach erhalten. Wenngleich das Ergebnis (0:1-Pleite) nicht passte. Nach seiner abgesessenen Gelbsperre wird an diesem Samstag aber wieder Yannick Thermann seinen Platz in der Abwehr einnehmen. Für den 20 Jahre alten Szabo, der im Dezember 2021 seinen ersten Profivertrag in Aalen unterschrieben hat, heißt es dann wieder: hinten anstellen und im Training anbieten.

Mario, vor über 5000 Zuschauern unter Flutlicht am Bieberer Berg das erste Mal in der Startelf im Profibereich. Ganz ehrlich, wie groß ist da die Anspannung gewesen?

Grundsätzlich habe ich mich sehr auf das Spiel gefreut. Die Anspannung war ehrlich gesagt gar nicht so hoch und ich habe relativ schnell alles ausgeblendet - auch die Fans. Eigentlich hatte ich nur meine Aufgabe im Blick.

Ihr Trainer meinte, Sie hätten sich die Anspannung herausgelaufen bei dem Laufpenseum, das Sie abgespult haben.

Ja, das stimmt. Das ist auch eine meiner Stärken. Da hat es der Coach ganz gut auf den Punkt gebracht.

Zweimal wurden Sie behandelt und mussten kurz vom Feld. Was ist passiert?

Es war eigentlich nur ein kleiner Cut. Den habe ich mir bei einem Kopfballduell in der sechsten Minute zugezogen. Allerdings habe ich gar nicht gemerkt, dass ich blute. Erst als meine Gegenspieler mich darauf hingewiesen haben, habe ich es überhaupt mitbekommen. Nichts Schlimmes. Es ging eigentlich nur darum, die Blutung zu stoppen. Das haben wir mit Vaseline versucht. Nach dem Spiel war es dann kein Problem mehr und ich musste auch nicht mehr zum Arzt.

Es gab viel Lob für Ihre Leistung und auch Ihre Ansätze in der Offensive. Was nehmen Sie mit?

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel gewesen und habe auch Akzente nach vorne gesetzt. Hinten habe ich alles wegverteidigt. Das Gegentor muss ich allerdings auf meine Kappe nehmen. Es war mein Gegenspieler, der getroffen hat. Da muss ich einfach näher dran sein. Im Großen und Ganzen bin ich aber echt sehr zufrieden.

Wann hat Ihr Trainer Tobias Cramer Ihnen gesagt, dass er in Offenbach von Anfang an auf Sie setzen wird?

Als Yannick seine fünfte Gelbe Karte bekommen hat, da habe ich damit gerechnet, dass ich gegen Offenbach ran darf. Schließlich bin ich sein Backup. In der Trainingswoche habe ich dann noch einmal alles reingeworfen und am Donnerstag habe ich dann die Nachricht erhalten, dass ich spielen werde.

Blicken wir noch einmal auf das Spiel. Am Ende steht eine 0:1-Pleite in Offenbach, die aufgrund der Chancen sicher nicht unverdient ist. Allerdings ist der Zeitpunkt des Gegentors extrem bitter. Wie ist Ihre Sicht auf die Partie?

Ich war mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Wir haben versucht, alles wegzuverteidigen und haben es viel besser gemacht, als gegen Homburg. Was uns allerdings echt fehlt, das sind die Aktionen nach vorne. Wir hatten keine wirkliche Torchance - außer der von Ibrahima. Das ist auf jeden Fall ausbaufähig.

Nach furiosem Start ist die Lage des VfR Aalen nun wieder deutlich bedrohlicher geworden. Die Mannschaften im Tabellenkeller punkten. Was stimmt Sie zuversichtlich?

Wir wissen, was wir können und haben das auch in den ersten Saisonspielen bewiesen. Wir haben Qualität im Kader und die müssen wir wieder auf den Platz bekommen. Es geht darum, die Nervosität aus unserem Spiel zu bekommen und wieder offensiver zu spielen. Die nächsten zwei Spiele sind jetzt extrem wichtig. Koblenz zu Hause ist ein Pflichtsieg.

Nach einigen Minuten und dem Startelfeinsatz zuletzt: Was sind Ihre persönlichen Ziele in dieser Saison?

Ich will beim VfR Aalen Stammspieler werden. Das ist natürlich das Ziel. Natürlich weiß ich, dass Yannick Thermann seine Sache als Linksverteidiger sehr gut macht und er viel Erfahrung hat. Von ihm kann ich viel lernen. Das Spiel in Offenbach hat mir gezeigt, dass ich es kann. Jetzt trainiere ich einfach weiter, mach mir keinen Kopf und versuche es, dem Trainer so schwer wie möglich zu machen. Ich geb alles.