Auto

Die Liebe zu ferngesteuerten Autos

Aalen-Dewangen / Lesedauer: 2 min

Beim JAR-Racing-Team darf der Spaß nicht zu kurz kommen – Dewanger gewinnt deutsche Meisterschaft
Veröffentlicht:28.08.2014, 11:11
Aktualisiert:24.10.2019, 10:00

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Ganz besondere Fahrzeuge lassen die Herzen des JAR-Racing-Teams höher schlagen. Die Männer des Teams schwärmen für ferngesteuerte Autos. Seit rund zehn Jahren nimmt das fünfköpfige Team aus Dewangen, Jagstzell und Amberg an Rennen teil. Und das mit Erfolg und vor allem viel Spaß.

Als der Dewanger Daniel Reeb Mitte August die Deutsche Meisterschaft der F-104-Klasse in Sonneberg gewonnen und in der Klasse Euro-GT Platz sechs belegt hat, ist die Freude natürlich groß gewesen. Auch die Platzierungen des restlichen Rennteams können sich sehen lassen. Allesamt mischten sie ganz vorne mit beim Tamiya Euro-Cup und haben sich für die kommende Europameisterschaft Anfang September in Steyregg qualifiziert. Sie scheinen eben echte Naturtalente zu sein, die fünf jungen Männer zwischen 16 und 23: Nico Kühn, Valentin Junker, Daniel Reeb, Steffen Abele und Daniel Litz. Denn trainiert werde eigentlich nicht, erklärt Abele. Dafür fehle die geeignete Strecke. So sei die Rennstrecke gleichzeitig auch immer Übungsstrecke. Und das 10-15 Mal pro Jahr. So oft nämlich nimmt das JAR-Racing-Team an Rennen teil.

Teamchef Wilfried Junker fügt noch hinzu: „Etwas Glück ist eben auch immer mit dabei.“ Er lächelt und steckt die anderen damit an. „Darum geht es eben auch bei uns“, betont Junker, „der Spaß darf und soll nicht zu kurz kommen. Schließlich sind die ferngesteuerten Autos immer noch Hobby.“ Und ein technisch ziemlich ausgefeiltes mit dazu.

Was unter der kleinen Karosserie verbaut ist, ist Hightech pur. „Wie in der Formel 1“, macht Junker deutlich. „Es wird fast nur Karbon und Aluminium verwendet.“ Und Abele fügt hinzu: „Wir haben sogar mehr Einstellparameter als die Formel 1. Es muss auf viele Details geachtet werden: Spur, Sturz, Nachlaufwinkel, Neigungswinkel, Bodenfreiheit …“ Gefahren werde mit Lipoakkus, wie sie beispielsweise auch in Laptops verwendet würden. So erreichen sie Geschwindigkeiten, je nach Modell, zwischen 40 bis zu 100 Stundenkilometern. Und als das JAR-Racing-Team sein Können unter freiem Himmel präsentiert, scharen sich schnell zahlreiche Kinder um die flinken Rennautos. „So führt man die Kids eben auch an Technik heran“, freut sich Junker: „Das Tolle ist auch: Bei unserem Rennsport steht Fairness an erster Stelle.“