Corona-Pandemie

Neue Kolumne: In „Bredis Ballgeflüster“ geht es künftig nur noch um die Amateurfußballer

Aalen / Lesedauer: 5 min

Claus „Bredi“ Breitenberger nimmt den Leser künftig in „Bredis Ballgeflüster“ mit auf die Sportplätze der Region
Veröffentlicht:20.09.2021, 10:00
Aktualisiert:20.09.2021, 19:36

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„Bekannt wie ein bunter Hund“ – diese Beschreibung trifft wohl auf keinen Ostälbler so zu, wie auf Claus „Bredi“ Breitenberger – zumindest auf den Fußballplätzen der Region. Künftig wird er bei den „Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung“ in seiner eigenen Kolumne namens „Bredis Ballgeflüster“ den Leser mit auf die Reisen zu den Fußballplätzen der Region mitnehmen. Meistens ist er in Schwäbisch Gmünd, Aalen oder Heidenheim unterwegs, manchmal besucht er aber auch „exotische“ Orte. Auf einem dieser vielen Sportplätze hat er irgendwann auch Redaktionsleiter Timo Lämmerhirt kennengelernt, der sich mit Bredi zum Start der Kolumne unterhalten hat.

Kannst Du Dich eigentlich noch daran erinnern, wie Deine Leidenschaft zum Fußball entfacht wurde? Gab es da einen besonderen Moment?

Meine Leidenschaft zum Fußball bestand schon immer und wir haben uns früher schon um 7 Uhr morgens auf dem Gummiplatz am Parler-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd zum Kicken getroffen. Ich war zwar ehrgeizig, jedoch erfolglos und habe mich deshalb entschlossen, diejenigen zu unterstützen, mit denen ich da vor der Schule gekickt habe. Und das waren eben Spieler aus der Jugend des TSB Gmünd und des TSV Großdeinbach , so dass das in den frühen 80er Jahren meine Heimatvereine wurden.

Du tingelst Wochenende für Wochenende über die Amateurfußballplätze. Die Betonung liegt dabei ganz klar auf Amateur. Warum eigentlich?

Ich habe zum Profi-Fußball nur sehr wenig Bezug. Natürlich wünsche ich jedem talentierten Jugendlichen, dass er es in den Profi-Fußball schafft. Und ich bin absolut kein Gegner des Profi-Fußballs. Doch ich kann mich einfach mit den auf Kommerz ausgerichteten Veranstaltungen im Profi-Fußball nicht wirklich identifizieren und bin deshalb beim Amateurfußball geblieben.

Gibt es eigentlich einen Verein, den Du noch nicht besucht hast? Der auf Deiner persönlichen Fußball-Landkarte noch fehlt und wo du unbedingt noch hinmöchtest?

Solche Vereine gibt es immer wieder, weil es vorkommt, dass jemand als Trainer oder Spieler zu einem Verein wechselt, zu dem ich zuvor keinen Bezug hatte. Das ist eine richtig dynamische Entwicklung. Doch ich versuche, dem so gut wie möglich gerecht zu werden, wobei das schon schwierig ist. Vereine, die ich noch nicht besucht habe, obwohl ich das schon gemacht haben sollte, gibt es noch einige. Und deshalb wird es bei mir sicherlich auch immer wieder vorkommen, dass ich einen Sportplatz besuche, auf dem ich zuvor noch nie war.

Musst Du eigentlich auf den Sportplätzen noch Eintritt zahlen oder wirst Du direkt am Kassenhäuschen durchgewunken?

Das ist sehr verschieden. Natürlich freue ich mich, wenn mir jemand eine Karte hinterlegt, was bei Spielbesuchen in höheren Amateurfußball-Klassen zumeist auch funktioniert. Häufiger auch in den unteren Ligen. Aber wenn es mal nicht klappt geht die Welt auch nicht unter. Und wenn ich keinen Eintritt zahlen musste und mich die Heim-Mannschaft überzeugt hat, gibt es eben öfters mal einen Zuschuss zu einem Kasten Bier, der dann höher ausfällt als das Eintrittsgeld.

Weißt du noch, wann du damit angefangen hast, deine Ausflüge samt Spielberichte aufzuschreiben? Wir begrüßen das natürlich, aber was treibt Dich da an?

Einziges Motiv dafür ist, den Amateurfußball zu fördern. Und deshalb glaube ich, dass es förderlich ist, meine eigenen Eindrücke weiterzugeben. Und irgendwann werden die Bilder, die ich machen lassen habe, mal historisch und die Leute freuen sich, wenn sie sie noch sehen können und Erinnerungen damit verbinden können.

Du hast fast 5000 Follower beziehungsweise Freunde bei Facebook . Immer mal wieder kommt auf, das dieses soziale Netzwerk veraltet sei. Wieso kommuniziert Du nur darüber, mal abgesehen natürlich von dieser beginnenden Kolumne? Warum bist Du nicht auch auf Instagram oder anderen Sozialen Netzwerken so aktiv?

Ich kommuniziere mitunter auch über Instagram, komme aber mit Facebook am besten zurecht. Und ich weiß auch nicht, was an Facebook veraltet sein soll.

Wie sehr hat Dich persönlich die Corona-Pandemie getroffen, als Du plötzlich nicht mehr Deine Sportplatzbesuche machen konntest?

Das war eine echte Vollkatastrophe für mich, die mir sehr große Probleme bereitet hat. Ich habe dann angefangen, Fotos aus alten Stadionblättern in Facebook zu posten, um zumindest den älteren Fußball-Anhängern ein wenig Freude zu bereiten. Was, wie ich gehört habe, auch ganz gut angekommen ist. Doch so wirklich glücklich hat mich das nicht gemacht. Die Sportplatzbesuche haben mir definitiv gefehlt.

Im vergangenen Jahr ist die Saison abgebrochen worden. Glaubst Du, dass wir dieses Schicksal nochmal erleiden werden?

Eie ganz schwierige Frage. Leider kann ich da keine Prognose abgeben, da das in erster Linie von der Politik abhängt. Ich hoffe, dass es nicht passiert, kann es aber auch nicht ausschließen. Und wenn der Spielbetrieb kurzfristig nicht mehr weiter geht, hoffe ich nur auf eine Unterbrechung, aber nicht auf einen Abbruch.