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Bittere Realität beim VfR Aalen

Aalen / Lesedauer: 2 min

Wie Fußball-Drittligist VfR Aalen mit dem 3:3 gegen Energie Cottbus umgeht – und keine Trainerdiskussion führt
Veröffentlicht:09.12.2018, 20:34

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Kein Trainer der Welt kann etwas dafür, wenn die Stürmer die Tore nicht machen oder in der Abwehr fast schon groteske Fehler produziert werden. So geschehen an diesem verregneten Sonntagnachmittag in der Ostalb Arena, im letzten Heimspiel 2018. Also kann das auch Argirios Giannikis nicht. Der VfR-Trainer war natürlich am Ende genauso bedient wie unzufriedene Fans, Verantwortliche und nicht zuletzt seine Spieler.

„Äußerst bitter“, so die Reaktion von Giannikis nach dem Ausgleich in allerletzter Sekunde. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel nach dem Last-Minute-3:3 (1:1) in der dritten Minute der Nachspielzeit im Kellerduell der 3. Fußball-Liga gegen Energie Cottbus gar nicht mehr an. „Ganz bitter“, kommentierte VfR-Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Mangold – und ließ aber eine Trainerdiskussion, die schon einmal nach dem 0:1 gegen Fortuna Köln Anfang Oktober aufkam, nicht aufkommen von Vereinsseite. „Eine Trainerdiskussion lassen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht aufkommen“, erklärte Mangold. Der VfR bleibt nach dem 18. Spieltag drei Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz entfernt – und auch weiterhin anfällig, wie gegen Cottbus, und ist Stand jetzt ein Abstiegskandidat, holte lediglich fünf Punkte aus den vergangenen acht Spielen. Zwei Tore in Braunschweig (2:2) und drei Tore gegen Cottbus reichten nicht zu dringend benötigten Siegen. „Das muss eigentlich reichen, um zu gewinnen“, befand Kapitän und Torwart Daniel Bernhardt , der den Ausgang des Spiels auch „ganz bitter“, fand. Oder wie es sein Kollege Marvin Büyüksakarya anmerkte: „heftig, brutal.“

Wieder kein Sieg

Wieder kein Sieg (seit dem 29. September geht das nun schon so) hinterlassen logischerweise einen enttäuschten Trainer, Aufsichtsratschef und vor allem Spieler, die neben dem Coach die wichtigsten Faktoren einer Profimannschaft sind. Der Trainer steht auch beim Team nicht zur Debatte. „Es gibt keine Diskussion innerhalb der Mannschaft, wir wollen den Weg mit dem Trainer weitergehen. So wie er Fußball spielen will, ist genau das, was die Mannschaft möchte“, sagte Bernhardt.

Er sieht das Problem bei den Fehlern, die immer wieder auftreten. „Wir werden im Moment gnadenlos bestraft, wo wir nicht genau verteidigen oder gut stehen. Wir müssen hinten viel konsequenter verteidigen“, machte Bernhardt klar. Doch dann fiel eben dieses Tor von Dimitar Rangelov, dem 35-jährigen Ex-Bundesliga-Stürmer – und sorgte für Unbehagen. „Es fühlt sich an wie ein schlechter Traum“, so Büyüksakarya .

Spätestens zum Hinrunden-Abschluss am kommenden Samstag bei Hansa Rostock steht wieder die Realität an.