Berichterstattung

Demo gegen Kretschmann: Berichterstattung ist sicherlich keine Zustimmung

Aalen / Lesedauer: 1 min

„Querdenker“ deuten einen Bericht von der Schwäbischen für ihren Demoaufruf um und interpretieren diesen als Zustimmung für ihre Demonstration. Das ist dreist, kommentiert Katharina Carle.
Veröffentlicht:29.06.2022, 20:11
Aktualisiert:29.06.2022, 21:26

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Ob „Montagsspaziergänger“, Landwirte, LEA-Bewohner oder zum Weltflüchtlingstag – wenn Menschen sich versammeln und demonstrieren, ist dies meist ein Grund, zu berichten. Eine Ausnahme aufgrund des Inhalts oder der Organisatoren der Demonstrationen gibt es nicht. Dazu zählt auch die geplante und angekündigte Demo der „Querdenker“ gegen den Bürgerempfang mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Die Berichterstattung zu den Aufrufen jedoch als Zustimmung für die Inhalte zu sehen, ist grundlegend falsch. Darüber hinaus noch zu behaupten, die „Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung“ würden selbst zur Demonstration aufrufen, ist an Dreistigkeit und gewollter Fehlinterpretation nicht zu überbieten.

Querdenken

Aufruf zur Demo? „Querdenker“ deuten Schwäbische.de-Bericht um

qAalen

Wer in seinen Demo-Aufrufen demokratisch gewählte Politiker mit Massenmördern wie Pol Pot gleichsetzt, hat sich ohnehin jegliche Diskussionsgrundlage verspielt. Eine Demokratie lebt von der sachlichen Diskussion. Beleidigungen oder Einschüchterungen, wie sie in den Aufrufen publiziert werden, gehören sicher nicht dazu.