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BAW Ostalb muss Standort in Aalen aufgeben

Aalen / Lesedauer: 2 min

Ausbildungsmaßnahmen enden zum Schuljahresende 2023/2024. Für die rund 30 Mitarbeiter sollen alternative Beschäftigungsangebote gefunden werden.
Veröffentlicht:30.11.2023, 15:29

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Das Berufsausbildungswerk (BAW) Ostalb muss seine Ausbildungsmaßnahmen für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf in der Felix-Wankel-Straße in Aalen zum Ende Juli 2024 einstellen. Hintergrund ist der stark rückläufige Bedarf an den verschiedenen Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen. Die schulische Maßnahme VAB (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf) soll an anderer Stelle in Aalen weitergeführt werden.

Die seit 1996 in Aalen ansässige Bildungseinrichtung hat bereits seit längerem mit stark rückläufigen Belegungszahlen für ihre verschiedenen Qualifizierungsangebote in den Bereichen Metalltechnik, Farbtechnik, Holztechnik, sowie Hauswirtschaft zu kämpfen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die zum Ausgleich angebotenen Umschulungsmaßnahmen konnten nicht ausreichend belegt werden, so dass sich im Laufe der Zeit ein hohes Defizit aufgebaut habe, das auch in absehbarer Zeit weiter steigen werde, denn mit einem Anstieg des Bedarfs und einer besseren Auslastung der Angebote sei nicht zu rechnen. Daher werde der Mietvertrag für die Räumlichkeiten in der Felix-Wankel-Straße fristgerecht gekündigt. Für das Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (VAB), das als schulische Maßnahme in Aalen fortgeführt werden soll, würden noch geeignete neue Räumlichkeiten gesucht.

Für die rund 50 jungen Menschen mit Förderbedarf, die sich derzeit in einer Qualifizierungsmaßnahme befinden, die über den Sommer 2024 hinausgeht, werde es an anderer Stelle weitergehen. Mit Unterstützung der Agentur für Arbeit und anderer Bildungsträger in der Region sollen jeweils geeignete Ausbildungsorte gefunden werden, damit die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen werden kann. Entsprechende Gespräche würden zeitnah geführt. Darüber hinaus soll die Zeit bis zum Sommer genutzt werden, um für die rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Aalen alternative Beschäftigungsangebote zu finden. Die Diakonie Stetten als Träger des BAW biete hierfür ein breites Spektrum an beruflichen Perspektiven. Der Standort Schwäbisch Gmünd, der ebenfalls zum BAW Ostalb gehört, sei von den Veränderungen nicht betroffen.

Roman Hanle, zuständiger Geschäftsbereichsleiter Berufliche Bildung bei der Diakonie Stetten, erläutert die Entscheidung: „Wir haben intensiv geprüft, ob es Alternativen zur Schließung des Standortes gibt. Letztlich hat aber die fehlende Perspektive für eine bessere Auslastung den Ausschlag gegeben. Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht, weil wir wissen, dass sie für die betroffenen jungen Menschen eine große Veränderung bedeutet. Auch mit Blick auf unsere engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schon zahlreichen jungen Menschen den Start ins Berufsleben ermöglicht haben, ist uns die Entscheidung sehr schwer gefallen. Wir setzen nun alles daran, jeder und jedem eine passende Anschlussperspektive aufzuzeigen, damit sie wissen, wie es für sie persönlich weitergeht.“