Ausfall

Ausfälle lassen Vollmann grübeln

Aalen / Lesedauer: 3 min

Vor der Partie gegen Sonnenhof Großaspach brechen dem VfR Aalen wichtige Spieler weg
Veröffentlicht:31.03.2016, 18:59
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Ein sattgrüner Rasen in der Scholz-Arena, der Ausblick auf das erste richtig frühlingshafte Wochenende des Jahres und bereits 4000 abgesetzte Tickets für die Drittliga-Partie des VfR Aalen am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) gegen die SG Sonnenhof Großaspach – eigentlich beste Voraussetzungen für das Ländle-Duell in der Scholz-Arena.

Doch VfR-Trainer Peter Vollmann hatte eine Nachricht kurz vor der Spieltagspressekonferenz die Laune ein wenig verhagelt: Den Rest der Saison müssen die Schwarz-Weißen auf Alexandros Kartalis verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich am Mittwoch im Training einen Innenbandriss im Knie zugezogen. Besonders ärgerlich: Die Verletzung hätte wohl nicht sein müssen. „Es war ein Spieler hinten dran, das war ein ziemlich harter Zweikampf“, erklärte Vollmann, ohne indes Ross und Reiter zu nennen.

An einer solchen Diskussion dürfte dem Übungsleiter auch nicht gelegen sein, denn Kartalis ist nicht der einzige Ausfall, den seine Elf verkraften muss. Oliver Barth wird definitiv fehlen, Robert Müller schlägt sich mit einem Magen-Darm-Infekt herum, sein Einsatz ist derzeit noch fraglich. „Das passt uns natürlich gar nicht. Gegen Sonnenhof Großaspach wäre ich schon gerne mit der bestmöglichen Mannschaft angetreten“, so Vollmann. Welche Folgen der Kartalis-Ausfall für die Aufstellung am Samstag hat, vermochte Aalens Übungsleiter am Donnerstagmittag noch nicht zu sagen. „Ich weiß ja jetzt noch nicht, wen ich überhaupt einsetzen kann.“ Möglich sei es auch, dass der VfR am Samstag in einer 4-4-2-Position aufläuft, wenn dem Trainer nicht mehr genügend defensive Mittelfeldspieler zur Verfügung stehen. Dass Vollmann dies nicht sonderlich passen würde, war ihm deutlich anzumerken: „Welcher Trainer ändert schon gerne ein erfolgreiches System?“, so seine rhetorische Frage.

Starke Auswärtsmannschaft

Dass Peter Vollmann ein Trainer ist, der lieber auch mal auf die Euphoriebremse tritt, ist bekannt – so lange seine Mannschaft keine 45 Punkte auf dem Konto hat, dürfte er diese Marschrichtung wohl auch einhalten, bisher läuft es ja gut für die Schwarz-Weißen. Und am Samstag kommt mit der SG Sonnenhof Großaspach eine Mannschaft auf die Ostalb, die man besser auch nicht unterschätzen sollte. „Der Gegner ist nach Dresden und Würzburg die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga, sie verfügen über hohe individuelle Qualität“, zählt Vollmann auf. Es stelle sich eine starke Kontermannschaft vor, deren Stärken sein Team unbedingt unterbinden müsse. „Und dann haben wir natürlich eine Chance gegen sie, nur ich bin auch Realist. Das ist wieder eines der Fifty-fifty-Spiele“, erklärt Vollmann.

Dass Großaspach aus den letzten sieben Partien nur einen Sieg geholt habe, ist für Vollmann bei der Einschätzung des Gegners eher nebensächlich – Trends können sich schließlich drehen. „Und wir wissen ja selber, wie das ist: Einmal ist jede Serie auch zu Ende“, mahnt Vollmann.

Die SG Sonnenhof Großaspach könne schließlich befreit aufspielen: Das Team von Trainer Rüdiger Rehm steht derzeit auf dem fünften Platz, vier Punkte hinter dem Relegationsplatz drei. „Der ist für sie bei einer guten Punkteausbeute noch möglich“, schätzt Aalens Coach, der damit rechnet, dass sich am Samstag ein taktisch geprägtes Spiel entwickeln werde, in dem jeder seine individuellen Stärken vollständig einbringen muss, um es für sich zu entscheiden.

Bis zu 20 Grad soll’s am Samstag werden, ideales Stadionwetter. Wer zu Hause bleiben will, kann das Spiel im TV verfolgen. Der SWR überträgt ab 13.55 Uhr