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Kulturelles Angebot

Der Theaterring heißt jetzt „Bühnenerlebnis“ - Was das Abo zu bieten hat

Aalen / Lesedauer: 2 min

Die Stadt wird ab der kommenden Saison Veränderungen an dem kulturellen Abo-Paket vornehmen. Dahinter steht der Zwang zum Sparen. Warum Grüne und Linke dagegen sind.
Veröffentlicht:04.12.2023, 05:00

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Ab der kommenden Saison 2024/2025 wird es den Theaterring in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. Stattdessen schafft die Stadt einen neuen Ticketverbund namens „Bühnenerlebnis“.

In dem Abo werden nach wie vor ein Opern- und ein Tanzgastspiel in der Stadthalle enthalten sein. Neu hinzu kommt ein klassisches Konzert des Aalener Konzertrings, ebenfalls in der Stadthalle. Die größte Veränderung ergibt sich beim Schauspielangebot.

Hier ersetzt die Stadt die meisten Gastspiele von Tourneetheatern durch Produktionen des Theaters der Stadt Aalen im Kulturbahnhof sowie Open Air. Es wird also künftig neben der Stadthalle auch andere Veranstaltungsorte geben.

Grüne und Linke sind davon nicht begeistert

Der Gemeinderat hat dem Vorschlag bei einer Gegenstimme von Thomas Battran (Grüne) und zwei Enthaltungen zugestimmt. „Ich finde, es ist eine Einschränkung des Theaterangebots in Aalen“, begründete Battran seine Haltung. Ihm wäre eine Vielfalt von Theaterensembles wichtig.

Roland Hamm (Linke) pflichtete ihm bei. Er sei von mehreren Abonnenten auf die Veränderung angesprochen worden. Seinem Vorschlag, den neuen Ticketverbund nach einem Jahr zu evaluieren, stimmte OB Frederick Brütting zu.

Hinter dem Umbau des Theaterrings steht der Zwang zu sparen. Zwar seien für die neue Spielzeit 2023/24 wieder neue Abonnenten gewonnen und bereits viele Tickets für Einzelveranstaltungen verkauft worden, so die Verwaltung in ihrer Vorlage. Dennoch habe die Theater- und Gastspielbranche ein strukturelles Problem. In ganz Deutschland gingen die Ticketverkäufe zurück, und das bei steigenden Personal-, Energie- und Mietkosten.

Angebot kostet die Stadt zehntausende Euro

Musste die Stadt dem Theaterring 2018/19 noch rund 48.000 Euro zuschießen, waren es 2021/22 über 82.000 Euro. Ähnlich ergehe es dem Konzertring. Schließe man die Angebote zusammen, könne man mehr Zuschauer gewinnen und die Kosten senken.

Künftig gibt es die drei Abo-Pakete „Frohsinn“ (85 Euro), „Lebenslust“ (105 Euro) und „Überschwang“ (125 Euro), jeweils mit einmal Oper, Tanz, Konzert und einem Theatergastspiel. Die „Lebenslust“ beinhaltet darüber hinaus zwei, der „Überschwang“ vier Produktionen des Aalener Theaters.

Kulturamtsleiter Roland Schurig war zuversichtlich: Bei den meisten der bisherigen rund 280 Abonnenten sei das neue Angebot „gut angekommen“.