Bütt

Aus der Bütt hagelte es verbale Ohrfeigen

Aalen-Unterkochen / Lesedauer: 2 min

Aus der Bütt hagelte es verbale Ohrfeigen
Veröffentlicht:31.01.2010, 15:40
Aktualisiert:26.10.2019, 06:00

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Die Narrenzunft „Bärenfanger“ hat jede Mende Faschingsraketen gezündet. Bei der Prunksitzung in der Unterkochener Sporthalle wirbelten die Tanzbeine der Garden, sprudelten verbale Ohrfeigen aus der Bütt und kochte die Stimmung der Gäste.

Von unserem Mitarbeiter Martin Bauch

Mit der manchmal augenscheinlichen Behäbigkeit von Bären hatte die Prunksitzung der Unterkochener Narrenzunft nun wahrlich nichts am Hut. Denn in der Sporthalle ging gehörig die Post ab.{element} Mit dem Einmarsch der Garden und weiteren Akteuren begrüßten die Zunftmeister Klaus Fischer und Maria Müller die Gäste und eröffneten die 36. Fastnachtsfeier in der Stadt am Kocher. Erschienen waren unter anderem auch Ortsvorsteher Karl Maier nebst Gattin, Aalens Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher ebenfalls mit Gattin und die beiden Landtagsabgeordneten Ulla Haußmann und Winfried Mack. Danach übernahm Sitzungspräsident Hartmut Heldenmaier das Faschingszepter. Er gab sogleich die Bühne frei für die jüngsten der aktiven Gruppen, die Garde der „Roten Flitzer“. Spaß hatten die Mädchen und geübt haben sich auch fleißig und so war der Lohn für die ganze Mühe ein wohlverdienter Applaus des Publikums. Überhaupt bewegten sich die im Verlauf der Veranstaltung dargebotenen Tanzeinlagen aller Gruppen auf hohem Niveau – sehr zur Freude ihrer Gäste.

Der Maskentanz der Neresheimer Tanzhexen hatte akrobatische Elemente, die dem einen oder anderen Zuschauer mitunter schon den Atem stocken ließen. Menschliche Pyramiden und deren Auflösung im freien Fall waren schon sehr beeindruckend.

Wenn es mal gilt, so richtig schonungslos über die Kommunalpolitik herzuziehen, dann drängen sich die Büttenreden geradezu auf. Da wird alles ins Visier genommen was an Aufregern im Ort im Laufe des Jahres passiert ist – manchmal so, dass den Verantwortlichen gehörig die Ohren gewackelt haben müssen. Einer der es besonders gut drauf hatte, war der „Seher von der Kocherburg“, Franz Traub. Ob nun zum Thema schwindende Einwohnerzahlen in Unterkochen, zur Werkrealschule oder zur geplanten neuen Ebnater Steige – nichts entging dem geschulten Seherauge beim Blick in die leuchtende Kugel. Sogar die neue Wanderkarte von Unterkochen und Umgebung, die einen für 1,50 Euro garantiert nicht dahin führt wohin man möchte, wurde von Traub aufs Korn genommen.{element}

In den Pausen, zwischen dem dreiteiligen Unterhaltungsprogramms, galt es noch eine Menge an Ehrungen vorzunehmen. Mit dem Großkreuz des Landesverbandes Württembergischer Karnevalsvereine (LWK) wurden geehrt: Hartmut Heldenmaier, Renate Lautscham, Jürgen Müller und Monika Singvogel. Den goldenen Vereinsorden der Zunft erhielten Franz-Josef Gockner sowie Jürgen und Michaela Steckbauer. Mit dem goldenen Bären am Vlies wurden Martin Bolsinger und Traudl Walter ausgezeichnet.