Vormonat

Ostwürttemberg: Arbeitsmarkt bleibt stabil

Aalen / Lesedauer: 3 min

Die Agentur für Arbeit Aalen hat den Arbeitsmarktbericht für den Juli herausgebracht. Er sieht gut aus.
Veröffentlicht:29.07.2022, 15:10
Aktualisiert:29.07.2022, 15:11

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Trotz des saisonal üblichen leichten Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Juli zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil und aufnahmefähig. Das berichtet Ralf Steeg, operativer Geschäftsführer in der Agentur für Arbeit Aalen.

In Ostwürttemberg waren mit 8422 arbeitslos gemeldeten Personen im Juli 76 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk liegt unverändert bei 3,3 Prozent. In Baden-Württemberg nahm die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht zu. Hier stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent.

„Wie jedes Jahr in den Sommermonaten verzeichnen wir einen leichten Anstieg in der Arbeitslosigkeit. Oftmals kommen in dieser Zeit Menschen zu uns, die gerade ihre Ausbildung oder ihre Bildungsmaßnahme beendet haben und erfahrungsgemäß gleich wieder nach den Sommerferien eine Anstellung finden“, so Steeg.

Seit dem 1. Juni werden die ukrainischen Geflüchteten durch die Jobcenter betreut. Aktuell sind 1579 Geflüchtete im Jobcenter Heidenheim und im Jobcenter Ostalbkreis gemeldet – dies ist ein geringer Anstieg von 44 Personen im Vergleich zum Vormonat.

In der Agentur für Arbeit Aalen, mit den Geschäftsstellen Bopfingen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim , werden 4074 Personen betreut. 4348 Personen werden derzeit vom Jobcenter Heidenheim und dem Jobcenter im Ostalbkreis betreut, was einen Anteil von 51,6 Prozent an allen Arbeitslosen ausmacht.

Im Ostalbkreis gab es im Juli 5588 Arbeitslose (2665 Frauen, 2923 Männer), und damit 112 Personen oder zwei Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote im Juli betrug 3,1 Prozent (+/- null Prozentpunkte). Davon wurden vom Jobcenter betreut (SGB II): 2802 Menschen, 58 Personen oder 2,1 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat.

Fast alle Personengruppen verzeichneten im Juli einen Anstieg. Den prozentual stärksten Anstieg mit 7,4 Prozent zum Vormonat hatten die Jugendlichen aufgrund der endenden Ausbildungsverhältnisse.

„Die Gesamtnachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist in Ostwürttemberg nach wie hoch“, so Ralf Steeg. 941 neu zu besetzende Arbeitsstellen meldeten die Ostwürttemberger Betriebe den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur und der Jobcenter diesen Monat. Damit standen insgesamt 5290 Arbeitsstellen zur Besetzung zur Verfügung.

Allein aus dem Produktions- und Fertigungsbereich sind 1945 Angebote und damit 36,8 Prozent aller bei der Agentur für Arbeit Aalen gemeldeten Stellen. Sehr gefragt ist auch Personal für den Bereich Verkehr/Logistik/Schutz und Sicherheit mit 927 Stellen, sowie der Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung mit 700 Stellenangeboten.

Im Juli ist die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit im Vergleich zum Vormonat weiter rückläufig. Insgesamt zeigten sieben Betriebe für 38 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Juni waren es zwölf Betriebe für 102 Beschäftigte. Für den Monat Januar liegen endgültige Zahlen vor, da alle Melde- und Abrechnungsfristen zwischenzeitlich abgelaufen sind. Somit haben 481 Betriebe im Januar Kurzarbeit umgesetzt und mit der Agentur für Arbeit abgerechnet. 2948 Personen befanden sich in Kurzarbeit. Nach wie vor sind die am stärksten betroffenen Bereiche das verarbeitende Gewerbe, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie, der Einzelhandel und die Gastronomie.