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„Aalener Säule“ kommt aufs Stadtoval

Aalen / Lesedauer: 2 min

Vier Meter hoch soll das Kunsterk auf dem Nordplatz werden. Auch für zwei weitere Plätze auf dem Stadtoval hat die Jury Empfehlungen.
Veröffentlicht:07.12.2023, 14:34

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Drei Kunstwerke soll es auf dem Stadtoval geben: eine Skulptur namens „Es lebe die Freiheit“ am Geschwister-Scholl-Platz, eine „Aalener Säule“ am Nordplatz vor dem DRK-Gebäude und eine moderne Wand namens „4Inform“ entlang der Treppe bis zur Bahnunterführung. Von diesen Empfehlungen der Jury hat sich der Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung ein Bild gemacht. Darüber entscheiden wird der Gemeinderat.

Bereits im Februar war die Stadtverwaltung mit einem Ideenwettbewerb für die künstlerische Gestaltung der öffentlichen Plätze auf dem Stadtoval beauftragt worden. Es gab eine Ausschreibung, woraufhin 24 Vorschläge eingereicht wurden. Eine Jury aus elf Sachpreisrichtern aus dem Gemeinderat und neun Fachpreisrichtern sichtete die Vorschläge am 5. Juli beziehungsweise 19. Oktober und diskutierte ausführlich darüber. Im Lauf des Verfahrens musste sich die Stadt gegen anonyme Vorwürfe der Ungleichbehandlung und Manipulation wehren, einen organisatorischen Fehler räumte sie ein. Am Ende des zweistufigen Auswahlverfahrens hat die Jury jetzt einen einstimmigen Beschluss gefasst. Sie empfiehlt drei Entwürfe.

Für den Geschwister-Scholl-Platz: „Es lebe die Freiheit“ heißt die vier Meter breite und 3,2 Meter hohe Skulpur aus Granit und Stahl von Christoph Traub, die hier aufgestellt werden soll. In der Empfehlung heißt es, sie nehme Bezug auf die letzten Worte von Hans Scholl vor seiner Hinrichtung am 22. Februar 1943 und versinnbildliche das Streben des Menschen nach Freiheit. Umgesetzt hat der Künstler diesen Gedanken in einem Torso, der sich erfolgreich gegen ein Hakenkreuzfragment stemmt. Das NS-Symbol sei als solches nicht mehr erkennbar.

Für den Nordplatz vor dem DRK-Gebäude: Für diesen Platz soll der Künstler Jürgen Knubben eine vier Meter hohe „Aalener Säule“ aus Stahl anfertigen. Sie besteht aus enkrechten Stahlschienen. Unten quadratisch gebündelt, entfalten sie sich nach oben. Dadurch sollen Gegensätze wie Statik und Aufbruch, Tradition und Innovation erkennbar werden. Die Schienen sollen den dynamischen Weg ins Neue assoziieren, so jedenfalls die Beschreibung in der Empfehlung des Preisgerichts.

Vor der Bahnunterführung: Auf einer dunkel lackierten Gitterwand aus Aluminiumblech, fast sieben Mal 3,4 Meter groß, befinden sich drei helle Flächen in Silbergraublau. Dazu kommt am Treppenaufgang eine leuchtend blaue Fläche. Diese vier Formfiguren von „4Inform“ stehen für künstlerische Ausdrucksformen wie Musik, Tanz und Sprache. Je nach Tageslicht und Jahresheit verändern sie ihre Optik.

Die 200.000 Euor, die für die Umsetzung der drei Kunstwerke vorgesehen sind, könnten sich vor dem Hintergrund aktueller Kostenentwicklungen gegebeneenfalls auf maximal 230.000 Euro erhöhen, so die Verwaltung in ihrer Vorlage. Die Fianzmittel stehen im Haushalt 2024 zur Verfügung.