StartseiteRegionalRegion OstalbAalen-UnterkochenRund 90 Geflüchtete kommen in die Friedensschule

Geflüchtete aus der Ukraine

Rund 90 Geflüchtete kommen in die Friedensschule

Aalen-Unterkochen / Lesedauer: 2 min

Der Ortschaftsrat Unterkochen hatte dafür gestimmt, das Gebäude als Unterkunft an den Landkreis zu vermieten. Jetzt wird die Sache konkret, denn die Zahl der Geflüchteten steigt. 
Veröffentlicht:08.12.2023, 11:27

Artikel teilen:

In der Friedensschule in Unterkochen werden Geflüchtete untergebracht. Die Stadt Aalen informiert nun über die Details.

Maximal 90 vorwiegend ukrainische Geflüchtete will der Landkreis in der ehemaligen Schule unterbringen. Der Mietvertrag mit der Stadt läuft für maximal 18 Monate ab Erstbelegung. Ein Sicherheitsdienst werde 24 Stunden vor Ort sein.

Die Betreuung vor Ort werde durch Mitarbeitende der Landkreisverwaltung gewährleistet. Für die Unterbringung von Geflüchteten sei nur der südliche Bauteil vorgesehen, der nördliche Bauteil sei davon nicht betroffen, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Der Musikschulsaal stehe den Vereinen weiterhin zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung.

Erst kommt noch zusätzliche Ausstattung

Zudem sollen die Turn- und Festhalle sowie der Parkplatz am Schützen als Parkmöglichkeiten genutzt werden. Milchglasfolie an bestimmten Fenstern und ein Sichtschutz an der unteren Grundstückseite werden auf Wunsch der direkten Nachbarschaft angebracht.

Noch ist es allerdings nicht so weit. Erst nach dem Einbau von noch fehlender Ausstattung, unter anderem Duschen und Küchen, könne mit der Belegung begonnen werden. Die Verantwortung sowie die Kosten des Umbaus trage der Landkreis. Die nötigen Ertüchtigungen nehmen etwa acht bis zehn Wochen in Anspruch, so die Stadt.

Zur Vorgeschichte berichtet die Verwaltung: Schon seit Frühjahr 2022 stehe die Friedensschule in Unterkochen dem Landkreis als Notunterkunft für Geflüchtete zur Verfügung.

Zahl der Geflüchteten steigt

Aktuell seien im Gebäude noch keine Geflüchteten untergebracht. Die Zahl der zugewiesenen Geflüchteten aus der Ukraine steige aber momentan stark an, so dass die Belegung der Notunterkunft in der Friedensschule nun erforderlich geworden sei.

Die Anforderung des Landkreises, nun auf diese Art der Notunterbringung zurückzugreifen, kam Mitte Oktober. Daraufhin lud die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis am 13. November zu einem Informationsgespräch für die Nachbarschaft in den Bürgersaal ein.

Eingeladen waren auch die Vorstände der Vereine, die den alten Musiksaal nutzen, und die Institutionen, die im alten Schulgebäude untergebracht sind. Eine Woche später entschied der Ortschaftrat über die Vermietung. Die anwesenden Ortschaftsrätinnen und Räte stimmten der Umnutzung und Vermietung an den Landkreis einstimmig zu.