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Unterhaltsamer Abend

Wolfgang Bosbach spricht in Wilhelmsdorf über die Bundespolitik

Wilhelmsdorf / Lesedauer: 3 min

Der CDU-Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete nahm die aktuellen Herausforderungen in den Blick und hatte Lösungsansätze für diese zu bieten.
Veröffentlicht:31.10.2023, 15:00

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Wolfgang Bosbach ist kein Politiker, der den Menschen nach dem Mund redet. Dafür vermittelt er Einblicke in politische Ebenen, die dem so genannten Normalbürger eher verschlossen sind, wie es in einer Mitteilung der Volksbank heißt. Mit seiner volksnahen Art, komplizierte Zusammenhänge verständlich zu erklären, gehört er zu den Rednern, die seine Zuhörer allein schon mit einer geschliffenen Rhetorik fesseln. So erging es auch den Besuchern des Vortragsabends der in der Riedhalle in Wilhelmsdorf.

Bosbach schaute neben den Entwicklungen in Deutschland auch über den Tellerrand hinaus und bezog die Ereignisse in Israel und dem Gaza-Streifen in seine Gedanken mit ein. Nicht zuletzt warf er einen Blick in die Zukunft und nannte drohende Entwicklungen im innenpolitischen Bereich beim Namen.

Locker und ohne Manuskript unterhält Bosbach sein Publikum

Sonnengebräunt und locker im Auftritt auf der kleinen Bühne brachte der Redner aus Bergisch Gladbach das Publikum gleich zu Beginn mit einigen humorvollen Anekdoten aus seinem Familienleben und bei politischen Anlässen zum Lachen. Völlig frei in der Rede ohne Manuskript warb Bosbach dafür, die Demokratie in unserem Land zu stärken. Eine große Aufgabe dabei sei es, die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten. Nur so sei die politische Stabilität gewährleistet.

Bosbach wandte sich in einem zentralen Teil seiner Ausführungen den großen sozialpolitischen Herausforderungen der Zukunft zu. Er nannte zunächst die Anstrengungen rund um das Thema der Gesundheit. Beim Stichwort Pflege zeigte er die finanziellen Probleme auf, die künftige Generationen schultern müssten. Schließlich gehe die traditionelle häusliche Pflege durch Partner oder Verwandte massiv zurück.

Erfindergeist gewinnbringend nutzen

Die Aufgabe der Politik bei der Sicherung der künftigen Renten sei noch gewaltiger. „Wenn wir den Sozialstaat erhalten wollen, müssen wir die Wirtschaft stark machen“, sieht Bosbach einen Ausweg.

Abschließend forderte Bosbach dreifach den Ruf nach Bildung. Ein rohstoffarmes Land müsse durch die Geisteskraft seiner Einwohner Ressourcen erarbeiten. Darin seien wir zwar nach wie vor stark. Aber die Umsetzung der guten Ideen in erfolgreiche Unternehmen sei oft mangelhaft. Viele wegweisende Erfindungen gingen von Deutschland aus, wurden aber im Ausland gewinnbringend verwirklicht.

Lebhaft war die Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Publikum. Nein, er glaube nicht an vorgezogene Neuwahlen. Keine der regierenden Parteien könnten sich davon Vorteile versprechen. „Und ich habe keinen Spaß daran, wenn die AfD stärker wird als die traditionelle SPD“, so Bosbach.


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