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Narrensprung

Weingartener Plätzler feiern Finale einer besonderen Fasnet

Weingarten / Lesedauer: 2 min

Drei Wochen nach dem Großen Narrentreffen fand der vierte und letzte Umzug der Saison in Weingarten statt. Der Narrensprung war kürzer als gewohnt.
Veröffentlicht:11.02.2024, 19:22

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Kürzer als sonst, aber mindestens genauso schön: 24 Narrenzünfte und Musikgruppen sind am Fasnetssonntag der Einladung der Plätzler gefolgt und zusammen mit ihnen durch Weingarten gezogen.

Nach einer Stunde war das bunte Treiben auf den Straßen schon vorbei. Der Umzug fiel in diesem Jahr etwas kleiner aus, weil die Plätzlerzunft Ende Januar das Große Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ausgetragen hatte - mit einem Narrensprung, der bis in die Dunkelheit hinein dauerte.

Hunderte Narren und Musiker

Der Umzug am Fasnetssonntag bildete auch in diesem Jahr den Höhepunkt der Weingartener Hauptfasnet. Die Schneller der Plätzlerzunft machten traditionell den Anfang auf dem Obereren Gerbersteig. Sie schwangen ihre Karbatschen über ihren Köpfen, sodass immer wieder ein lauter Knall zu hören war. Kaum war der Umzug in vollem Gange, blitze die Sonne durch die sonst graue Wolkendecke.

Der Weingartener Narrensprung im Video:

Hunderte Narren und Musiker zogen am Fasnetssonntag durch die Innenstadt. Selbst die Kleinsten machten mit.

Insgesamt waren es Hunderte Narren und Musiker, die die vielen verkleideten Besucher entlang des Umzugswegs unterhielten und sie mit Süßem versorgten. Der Mostclub aus Weingarten, den es seit mehr als Hundert Jahren gibt, verteilte wieder Most. Aber auch das Necken kam nicht zu kurz. „D’ Bär“ aus Blitzenreute zum Beispiel überraschte den ein oder anderen von hinten mit einer Handvoll Konfetti, das schließlich im Haar landete.

Kürzerer Umzug als gewohnt

„Super Stimmung, trotz Wetter“, sagte Simone Cifuni, die an der Gartenstraße stand, tanzte und lachte, mit bunten Papierschnipseln im Haar. Um 15 Uhr sprangen hier die Plätzler als letzte Gruppe vorbei. Der Narrenruf schallte aus den Lautsprechern: „Breisgau - Ofaloch.“

Einige Umzugsbesucher kamen über den Löwenplatz hinzu, um den Schluss noch einmal zu erleben. Unter ihnen war Moni Billmann. Sie sagte, es sei wieder schön gewesen. „Ein bisschen kleiner als gewohnt. Aber ist ja klar, wenn man im gleichen Jahr schon ein Großes Narrentreffen hatte.“

Das Fazit von Thilo Hoffmann, der selbst mal Plätzler war, lautete: „Es war kalt genug, dass einem nicht zu heiß wurde beim Rumhüpfen.“ Zur Fasnet komme er jedes Jahr gerne in die alte Heimat.

Plätzler verteilen Brezeln am Dienstag

„Ein kleiner, aber feiner Umzug“, sagte am Abend Bettina Niederer, Sprecherin der Plätzlerzunft. „Es zählt ja nicht immer nur die Menge.“ Die Straßen seien von Menschen gesäumt gewesen und damit die Erwartungen der Zunft erfüllt worden. Wie viele Besucher es genau waren, kann die Sprecherin nicht sagen. Auch die Polizei konnte dazu keine Auskunft gegen. Insgesamt ist der Tag in Weingarten laut dem Einsatzleiter ruhig verlaufen. Es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben.

Für die Plätzler geht es am Rosenmontag zum Umzug nach Bad Waldsee, am Dienstag nach Ehingen. Am Dienstagnachmittag findet in der Weingartener Innenstadt das Brezelverteilen statt. Um 19 Uhr wird dann die Fasnet verbrannt.