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Bluttat in der Partnerstadt

Weingarten trauert um ermordete Kinder im brasilianischen Blumenau

Weingarten / Lesedauer: 2 min

Mit einem Beil tötete ein 25–Jähriger in einer Kinderkrippe in Weingartens brasilianischer Partnerstadt mehrere Kinder. OB Moll schickt bewegende Zeilen nach Blumenau.
Veröffentlicht:06.04.2023, 12:29

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Im brasilianischen Blumenau, der Partnerstadt von Weingarten, sind am Mittwoch vier Kinder bei einem Attentat in einer Kinderkrippe ums Leben gekommen. Weingartens Oberbürgermeister Clemens Moll hat ein Solidaritätsschreiben an Mário Hildebrandt, Bürgermeister von Blumenau, gesendet.

„In Gedanken bei unseren Freunden“

„Im Namen der Stadt Weingarten drücke ich unser tiefstes Beileid über den tragischen Verlust von unschuldigen Leben bei einem Angriff auf eine Kindertagesstätte in Blumenau aus.

Wir sind in diesen traurigen Stunden in Gedanken bei unseren Freunden in Blumenau, vor allem bei den Familien und Angehörigen der Opfer und Verletzten“, heißt es in dem Schreiben von OB Moll. Er hoffe, dass die Bürger Blumenaus die traumatische Erfahrung in großer Verbunden– und Geschlossenheit verarbeiten können.

30 Tage Trauer in Blumenau

Ein 25–Jähriger aus dem benachbarten Bundesstaat Paraná war am Mittwoch mit einem Beil bewaffnet in die Kindertagesstätte „Bom Pastor“ eingedrungen und hatte vier Kinder zwischen vier und sieben Jahren getötet. Weitere verletzte Kinder befinden sich in stabilem Zustand in Krankenhäusern.

Bei der Tat handle es sich laut Ulisses Gabriel, Kommissar der zivilen Polizei des Bundesstaates Santa Catarina, um einen Einzelfall: „Die Tat steht nicht im Zusammenhang mit anderen kriminellen Praktiken“. Das Motiv des Täters, der sich selbst der Polizei stellte, ist allerdings noch unbekannt.

Blumenau hat 30 Tage Trauer ausgerufen. Die Stadt war 1850 von deutschen Einwanderern gegründet worden.