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Sparmaßnahmen

Schulbus wird eingestellt: Zu teuer für zu wenig Schüler 

Weingarten / Lesedauer: 2 min

Zu wenig Schüler nutzen die Schulbuslinie Vorderer Ochsen, die Stadt muss fast 90 Prozent der Kosten zahlen. Das sagen die Schulen dazu.
Veröffentlicht:04.12.2023, 06:00

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Die Schulbuslinie Vorderer Ochsen wird zum Ende des laufenden Schuljahres 2023/24 eingestellt. Das hat der Gemeinderat Weingarten einstimmig beschlossen. Im Vergleich zu den Kosten für die Stadt nutzen zu wenig Schüler das Angebot, so das Argument. Weingarten spart damit pro Schuljahr künftig 48.525 Euro.

Fahrgastzahlen stichpunktartig ermittelt

Die Schulbuslinie Vorderer Ochsen ist ein freiwilliges Angebot der Stadt Weingarten, das 1988 in Betrieb genommen wurde. Da die Entfernung von der Haltestelle bis zu Schule weniger als drei Kilometer beträgt, erstattet der Landkreis Ravensburg der Stadt keine Fahrkosten.

Im Ergebnis ist der finanzielle Aufwand für die Beförderung von vergleichsweise wenig Schülerinnen und Schüler aus dem Vorderen Ochsen sehr hoch.

Stadtverwaltung

Nun hat die Stadt die Fahrgastzahlen stichpunktartig ermittelt. Das Ergebnis: Bis zu 14 Kinder steigen auf der Hinfahrt ein und bis zu sechs Kinder auf der Rückfahrt am Vorderen Ochsen aus. „Im Ergebnis ist der finanzielle Aufwand für die Beförderung von vergleichsweise wenig Schülerinnen und Schüler aus dem Vorderen Ochsen sehr hoch“, so die Stadtverwaltung.

Schulen wurden auch befragt

Die Kosten pro Schuljahr belaufen sich auf rund 53.400 Euro. Dem entgegen stehen etwa 5000 Euro Einnahmen durch den Verkauf von Fahrkarten. Unterm Strich schießt die Stadt also 90 Prozent der Kosten zu.

Um die Haushaltskasse zu verbessern, wurden die Kursfahrten in der Vergangenheit bereits von acht auf fünf Kurse reduziert. Gleichzeitig wurden die Tarife für Zehnerkarten und Monatskarten angehoben. Am Ende hat die Stadt nun wegen der hohen Kosten trotzdem eine Betriebseinstellung der Schulbuslinie Vorderer Ochsen vorgeschlagen. Auch die Schulen seien dazu befragt worden. Die Schule am Martinsberg stimmte einstimmig gegen die Einstellung der Linie, die Realschule hingegen dafür. Alle anderen Schulen gaben keine Stellungnahme ab, so die Stadt.