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Andeutung von Geschlechtsverkehr: Wenn das Necken der Narren zu weit geht 

Weingarten / Lesedauer: 1 min

In Horb rollten Hexen mit einer SWR-Moderatorin eng umschlungen über den Boden. Umzugsbesucher in Weingarten sagen, wann für sie der Spaß in der Fasnet endet.
Veröffentlicht:12.02.2024, 12:00

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Hästräger reiben gerne mal eine Hand voller Konfetti ins Haar von Schaulustigen. Teils gehen die Narren bei Umzügen aber so weit, dass sie Mädchen vom Straßenrand wegzerren und in ein Fass voller Heu drücken oder sich gar auf das Mädchen drauflegen.

In Horb am Neckar im Landkreis Freudenstadt kam es zuletzt zu einem Übergriff zweier Hexen auf eine SWR-Moderatorin. Die Hexen hatten die Frau in die Zange genommen und sich mit ihr in der Mitte über den Boden gerollt, wie in einem Video des SWR zu sehen ist.

Eine der beiden Hexen hat danach durch Stoßbewegungen sogar Geschlechtsverkehr gegenüber der Frau angedeutet.

Das sagen Fasnets-Besucher zu dem Thema:

Narren nehmen gerne mal junge Mädchen und Jungs mit, reiben sie mit Konfetti ein. Wir haben uns bei Fasnetsbesuchern in Weingarten umgehört und gefragt, wann für sie der Spaß ein Ende hat.

„Wir haben die entsprechende Szene inzwischen komplett aus der Mediathek genommen, um diesen Ausschnitt nicht weiter zu promoten“, teilte eine SWR-Sprecherin mit. Die Möglichkeit, im Sinne der Transparenz auf den Rausschnitt zu verweisen, biete die Mediathek nicht. 

Laut dem „Schwarzwälder Boten“, der zuerst berichtet hatte, hatten sich später Zuschauer gegenüber der Zeitung teils empört und schockiert gezeigt. Andere wiederum hielten das Ganze für weniger schlimm. Auch im Netz war darüber kontrovers diskutiert worden.

Der City-Manager der Stadt Horb, Thomas Kreidler, nannte das Verhalten der beiden Narren, die zum Verein Narrenfreunde Seebronn gehören, extrem respektlos. „Das hat mit Fastnacht nichts zu tun.“ Er wisse, dass sich die beiden Männer persönlich bei der Frau entschuldigt hätten. Sie seien sehr einsichtig und für den Rest der närrischen Saison gesperrt worden.