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Bauvorhaben

So sind die Martinshöfe in Weingarten vom Vonovia-Baustopp betroffen

Weingarten / Lesedauer: 2 min

Vonovia hat den Baustopp bei 60.000 Wohnungen beschlossen. Der Konzern ist über eine Tochterfirma bei einem Großprojekt in Weingarten aktiv. Mit diesen Folgen.
Veröffentlicht:25.09.2023, 09:00

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Deutschland größte Wohnungsgesellschaft Vonovia hat den Bau von 60.000 Wohnungen auf Eis gelegt. Das sagte Vorstandschef Rolf Buch kürzlich verschiedenen Medien. „Bei uns liegen Planungen für insgesamt 60.000 Wohnungen in der Schublade“, sagte Vonovia-Vorstandschef Buch.

Inwiefern betrifft das die Martinshöfe in Weingarten, bei denen die Vonovia-Tochter Buwog als Bauträger auftritt? Die „Schwäbische Zeitung“ hat bei Oberbürgermeister Clemens Moll nachgefragt.

Er habe davon in den Medien erfahren und Kontakt mit Buwog aufgenommen, erklärt dazu Weingartens OB Clemens Moll.

Uns geht es vor allem um die Fristen,

so Moll.

Deswegen waren schon vor der Sommerpause Buwog-Vertreter im Weingartener Gemeinderat.

Keine längere Bauzeit, trotz verzögertem Start

Das Ergebnis wird an diesem Montag nochmals in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. „Im Kern geht es darum, dass mit dem Bau nicht wie geplant, jetzt im September, sondern spätestens im März 2025 begonnen wird.“

Trotz des verzögerten Starts soll es mit der Fertigstellung planmäßig klappen. „Es soll mehr gleichzeitig als nacheinander gebaut werden“, erklärt Moll. „Mir wurde bestätigt, dass die Vonovia-Entscheidung daran nichts ändert.“

Neben den aktuellen Entwicklungen bei den Martinshöfen stehen für die öffentliche Gemeinderatssitzung am Montag, 25. September, ab 15.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Weingartener Amtshaus weitere Themen auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Zunächst soll es um das Klimaanpassungskonzept im Mittleren Schussental gehen. Außerdem beschäftigt sich der Gemeinderat mit verschiedenen Grundstückskäufen und -verkäufen.

Jetzt gilt's für die Razorbacks

Als Ersatz für den in die Jahre gekommenen VW-Bus will die Verwaltung ein neues Blitzer-Auto ausschreiben. Auch der Pavillon am Schlössle für mehr als eine Million Euro steht auf der Tagesordnung. Und der Gemeinderat soll laut Vorlage eine Erhöhung der Zweitwohnungssteuer beschließen. Das Sanierungsgebiet in der Innenstadt soll erweitert werden. Außerdem soll ein Bebauungsplan im Bereich der Ravensburger Straße 45 verändert werden und der Gemeinderat soll der Überlassung des Lindenhofstadions an die Ravensburger Razorbacks zustimmen.

Ein großes Thema in der Sitzung wird das Weingartener Hallenbad sein. Hier schlägt die Verwaltung den Räten vor, sich auf ein neues Förderprogramm des Bundes zu bewerben. Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf etwa mehr als sieben Millionen Euro. Wenn Weingarten eine Förderung als „notleidende Kommune“ bekommt, könnte diese 75 Prozent der Kosten decken. Die verbleibenden 1,75 Millionen sollen durch die Stadtwerke aufgebracht werden. In der öffentlichen Sitzung können gegen 17.30 Uhr Fragen aus der Bürgerschaft gestellt werden.