Denkstättenkuratorium

Dauerhafte Förderung für Gedenkstätten in Oberschwaben

Weingarten / Lesedauer: 1 min

Das Denkstättenkuratorium Oberschwaben mit zahlreichen Erinnerungsstätten im Kreis Ravensburg erhält ab 2023 erstmals dauerhaft Fördergeld vom Land.
Veröffentlicht:23.11.2022, 18:17

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Das Denkstättenkuratorium Oberschwaben mit zahlreichen Erinnerungsstätten im Kreis Ravensburg erhält ab 2023 erstmals dauerhaft Fördergeld vom Land. Dies geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Landtagsabgeordneten der Region, August Schuler und Raimund Haser (CDU) und Petra Krebs und Manne Lucha, Minister für Soziales, Gesundheit und Integration (Grüne), hervor. Das Land erhöht die dauerhafte Förderung der mehr als 80 Gedenkstätten um insgesamt 182.000 Euro auf 500.000 Euro im Jahr, ergänzt um einen Inflationsausgleich. Eine endgültige Abstimmung dazu im Landtag steht noch aus, die vier Abgeordneten rechnen aber fest mit der Zustimmung.

Das Denkstättenkuratorium Oberschwaben mit Sitz in Weingarten hat die „Oberschwäbischen Erinnerungswege“ als Gemeinschaftsprojekt in Südwürttemberg angestoßen und koordiniert, wie die Politiker in der Mitteilung erinnern. Mehr als 80 „Denk-Orte“ von Aitrach im Kreis Ravensburg bis Zwiefalten im Kreis Reutlingen dokumentieren etwa mit Erinnerungstafeln die lokalgeschichtliche Dimension der Gräuel des NS-Regimes. Im Kreis Ravensburg entstanden Denk-Orte in Aitrach-Mooshausen, Leutkirch, Bad Wurzach, Wangen, Waldburg-Hannober, Weingarten, Baienfurt, Ravensburg, Aulendorf, Bad Waldsee, Altshausen und Wilhelmsdorf. Schuler, Haser , Krebs und Lucha schreiben abschließend: „Mit den erhöhten Mitteln wollen wir unsere Wertschätzung für den Erhalt dieser wertvollen und unverzichtbaren Lern- und Begegnungsorte ausdrücken und diese als Mahnung für unsere Gegenwart und Zukunft erhalten.“