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Gemeinderatssitzung

Bürgerin warnt vor Folgen des Frackings

Weingarten / Lesedauer: 1 min

Bürgerin warnt vor Folgen des Frackings
Veröffentlicht:14.05.2013, 12:25

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Eine Bürgerin hat sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu Wort gemeldet und wollte wissen, warum sich der Weingartener Gemeinderat nicht mit dem Thema Fracking auseinandersetzt. Hintergrund war ein Antrag des Stadtrats Claus Raach, den dieser in der Sitzung im April gestellt hatte: Der Weingartener Gemeinderat solle sich ebenfalls zum Thema Fracking positionieren. Der Antrag war abgelehnt worden mit dem Argument, das Thema sei bereits auf so vielen Ebenen diskutiert worden, dass es keinen Effekt habe, wenn der Weingartener Gemeinderat sich nun ebenfalls äußere.

Die Weingartenerin verlas ein Schreiben, mit dem sie vor den Gefahren der umstrittenen Methode zum Erdgasabbau warnte. Dabei griff sie zu drastischen Bildern. „In den USA werden Gebiete, in denen Fracking betrieben wurde, mit Trinkwasser in Containern beliefert.“ Ob man das hier auch erleben wolle.

OB Markus Ewald unterbrach die Bürgerin und wies darauf hin, dass es bei der Fragestunde nicht darum ginge, eigene Statements anzubringen, sondern Fragen zu stellen. Er machte aber auch klar, dass man keine positive Haltung zum Fracking einnehme, nur weil Raachs Antrag abgelehnt worden sei. Der Gemeinderat sei derzeit allerdings mit so vielen lokalen drängenden Themen beschäftigt – er dachte wohl unter anderem an die Krankenhauskrise und das Step-Programm –, dass man sich nicht zusätzlich in dieses komplexe Thema einarbeiten könne. Zudem seien Land und Bund die besseren Ansprechpartner, weil sie die Gesetze zum Fracking machten.