StartseiteRegionalOberschwabenVogtIm nächsten Jahr gibt es Details zum Windpark Altdorfer Wald

Dialog

Im nächsten Jahr gibt es Details zum Windpark Altdorfer Wald

Kreis Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Momentan werden die Gutachten für das Projekt im Altdorfer Wald erstellt. Auch Windmessungen haben erste Erkenntnisse geliefert.
Veröffentlicht:30.11.2023, 11:51

Artikel teilen:

Im Jahr 2024 soll feststehen, wo die Windräder im Alterdorfer Wald gebaut werden sollen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Dialoggruppe des Energiedialogs Baden-Württemberg hervor. Die Gruppe besteht aus Vertretern aus Kommunalpolitik, von Bürgerinitiativen und von Bürgern. Bei der jüngsten Sitzung der Gruppe waren die Projektentwickler des Windparks zu Gast und berichteten über die aktuellen Entwicklungen des Projekts.

Nach Projektleiter Oliver Grünberg von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm, die den Windpark planen und betreiben wollen, seien die Kartierungen der Großvögel, Fledermäuse und Haselmaus abgeschlossen, heißt es in der Pressemitteilung. Im kommenden Jahr sollen die Daten ausgewertet werden und das Natur- und Artenschutzgutachten erstellt werden. Im nächsten Jahr werde auch das hydrogeologische Gutachten erwartet, das den Schutz von Grund- und Trinkwasser im Altdorfer Wald bewerten soll.

Windmessungen decken sich mit Windatlas

Eine Kurzzeit-Windmessung zu Beginn des Jahres hätte die Angaben des Windatlas Baden-Württemberg bestätigt. Die notwendige Langzeitmessung über zwölf Monate soll laut Pressemitteilung 2024 starten. Auch eine Netzanschlussanfrage sei im Oktober bei der Netze BW gestellt.

Zudem solle nächstes Jahr auf Grundlage der Gutachten das Windparklayout erstellt werden - also die konkrete Platzierung der Windenergieanlagen im Wald. Die bisher bekannten Standorte aus den sogenannten Scoping-Unterlagen waren lediglich eine Vorplanung. Die Projektgesellschaft gab im Oktober zudem bekannt, dass es weniger als die 39 geplanten Anlagen im Plan sein werden. Wenn die finalen Standorte feststehen, soll zudem eine Visualisierung auf dieser Grundlage erfolgen.

Fragen nach Betriebsabsichten

Nach der Vorstellung des Vorhabens durch den Projektierer hatten die Mitglieder der Dialoggruppe die Möglichkeit, Fragen und Anmerkungen vorzubringen. „Dies waren vor allem inhaltliche, technische und betriebliche Nachfragen zu den Windenergieanlagen. So waren zum Beispiel die gemessenen Windgeschwindigkeiten, die Wertschöpfung in der Region, die Zusammensetzung der beteiligten Unternehmen und deren langfristige Betriebsabsichten, die Berücksichtigung von natur- und artenschutzrechtlichen Belangen oder eine nachhaltige Rohstoffgewinnung für den Anlagenbau von Interesse“, heißt es in der Mitteilung.

Öffentliche Veranstaltung geplant

Am 18. Januar 2024 ab 19 Uhr wird die erste öffentliche Veranstaltung der Dialoggruppe in der Gemeindehalle in Baienfurt stattfinden. Sie hat das übergreifende Thema „Klimaschutz, Energiewende und Rolle der Windenergie“. Eingeladen sind die Fachmänner Roland Roth (Meteorologe), Professor Wolfgang Ertel (RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten) und Professor Uwe Leprich (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes).

Konkrete Fachthemen wie Wasser- oder Naturschutz werden im Energiedialog erörtert, sobald die Projektentwicklung weiter fortgeschritten ist.