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Zwei Heimspiele an einem Wochenende

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

In der DEL2 starten die Ravensburg Towerstars mit einem Sieg über Krefeld in ihr Heimspiel-Wochenende.
Veröffentlicht:08.12.2023, 22:45

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Gleich zwei Heimspiele bestreiten die Ravensburg Towerstars in der DEL2 an diesem Wochenende. Am Freitagabend waren die Pinguine aus Krefeld zu Gast und wurden mit 4:1 bezwungen, am Sonntag um 17 Uhr empfangen die Oberschwaben die Lausitzer Füchse, momentan Tabellendritter, in der CHG-Arena.

Mit dem kompletten Kader trat Ravensburg gegen die Pinguine an, die erst am Dienstag in Greg Poss ihren neuen Headcoach vorgestellt hatten. Der frühere Bundestrainer war kürzlich von DEL-Schlusslicht Iserlohn freigestellt worden.

Im Sturm war nach dem 8:5 vergangene Woche gegen die Bietigheim Steelers das Selbstvertrauen natürlich groß bei den Towerstars, in der Defensive galt es aufgrund des Ergebnisses aber, einiges zu verbessern. Cheftrainer Gergely Majoross stellte die Reihen nicht um, lediglich Ilya Sharipov bekam im Tor den Vorzug vor dem 18-jährigen Nico Pertuch.

Aggressiver Beginn beider Teams

Beide Teams begannen die Partie mit aggressivem Forechecking, was Krefeld die erste Chance einbrachte: Bereits nach einer Minute tauchte Alexander Weiß allein vor Sharipov auf, verfehlte das Tor aber um gut 20 Zentimeter. Das Heimteam hielt gut dagegen und kam seinerseits innerhalb von nur 30 Sekunden zu gleich zwei Großchancen durch Louis Latta, der beide Male am starken Krefelder Goalie Felix Bick scheiterte. Nur eine Minute später konnte aber auch der nichts ausrichten, als Robbie Czarnik mit dem Bauerntrick das 1:0 für die Gastgeber erzielte (5. Minute).

Im Anschluss musste Krefelds Alexander Ruutu wegen Hakens zwei Minuten auf die Strafbank. Die Oberschwaben feuerten in den folgenden 120 Sekunden aus allen Rohren, konnten daraus aber keinen zählbaren Vorteil schlagen. Das gelang erst in der 14. Minute. Denis Pfaffengut schoss Felix Bick den Puck zum beruhigenden 2:0 mitten durch die Schoner. Es war Pfaffenguts erstes Tor seit zwei Jahren. „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“, meinte er dazu später lachend im SpradeTV-Interview.

Ravensburg dominierte den Rest des Drittels aus einer gut sortierten Defensive heraus, die den Pinguinen keine echten Chancen bot. Und wenn doch einmal ein Schuss aufs Tor der Towerstars kam, war Sharipov zur Stelle. So war es auch wenig überraschend, als Sam Herr den Abpraller seines eigenen Schusses zum 3:0 verwandelte (19.).

Der nächste Abschnitt begann wie der erste geendet hatte: Innerhalb von einer Minute erspielte sich Ravensburg zwei hochkarätige Möglichkeiten.

Krefeld gelang es in der Folgezeit höchstens durch Einzelaktionen, hin und wieder gefährlich zu werden, da Ravensburg immer wieder erfolgreich den Aufbau des Teams aus Nordrhein-Westfalen störte. Einzig und allein ihrem starken Torwart Bick hatten die Gäste es zu verdanken, dass sie nicht bereits wesentlich höher in Rückstand geraten waren. Die Towerstars nahmen gegen Ende des Drittels allerdings das Tempo ein wenig heraus, und das sollte sich rächen. Philipp Kuhnekath erzielte etwas überraschend den Anschlusstreffer in der 37. Minute. Aber nun drehten die Towerstars ihrerseits wieder auf, und bereits 80 Sekunden später stellte Fabian Dietz den alten Abstand wieder her. Mit 4:1 ging es in die Kabine.

Krefeld im letzten Drittel mutiger, aber erfolglos

Krefeld kam etwas bissiger ins Schlussdrittel, und so musste nach anderthalb Minuten Ralf Rollinger seinem Goalie mit einer mutigen Defensivaktion an der Bande aushelfen. Rollinger wurde gerade, zusammen mit seinem Teamkameraden Niklas Hübner, ins WM-Trainingslager der U20-Nationalmannschaft nach Füssen eingeladen. Die U20-WM findet ab dem 26. Dezember in Göteburg statt.

Die Towerstars igelten sich gegen die nun stärker aufkommenden Gäste aber nicht ein, sondern spielten weiterhin nach vorne. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem man aber nie das Gefühl bekam, Krefeld könnte dem amtierenden DEL2-Meister gefährlich werden. Nach wie vor erspielte sich Ravensburg mehr Chancen, ein zweites Mal fiel Felix Bick aber nicht auf Sam Herrs Versuch eines Bauerntricks herein.

Fünf Minuten vor dem Ende schien die Partei bereits entschieden und die 2905 Zuschauer (Saisonrekord) in der CHG-Arena übten sich im Absingen altbekannter Weihnachtslieder. Weitere Tore fielen nicht, mit einem 4:1-Sieg starteten die Towerstars in dieses Eishockey-Wochenende.

In der anschließenden Pressekonferenz hatte Towerstars-Coach Gergely Majoross das erste Mal in dieser Saison so gar nichts auszusetzen: „Wir waren von Beginn an aktiv und haben sie unter Druck gesetzt, das hat mir gut gefallen. Der Kampfgeist war auch toll. Insgesamt bin ich glücklich mit der Leistung meiner Mannschaft.“

Und auch einen Ausblick auf den nächsten Gegner wagte der Ungar: „Die Lausitzer sind ein defensivstarkes Team, das wird sicher interessant. Wir müssen sie ebenfalls unter Druck setzen und im besten Fall, so wie heute, frühe Tore erzielen.“

Am Sonntagnachmittag gegen die Lausitzer Füchse erhalten Familien mit Kindern im Rahmen des Family Days ermäßigten Eintritt. Das Spiel ist ab 17 Uhr auch im Livestream bei SpradeTV zu sehen.


Ravensburg Towerstars - Krefeld Pinguine 4:1 (3:0, 1:1, 0:0). – Tore: 1:0 (4:02) Robbie Czarnik (Sarault, Herr), 2:0 (13:50) Denis Pfaffengut (Alfaro, N. Latta), 3:0 (18:55) Sam Herr (Sarault, Ketterer), 3:1 (36:10) Philipp Kuhnekath (Riefers, Kretschmann), 4:1 (37:32) Fabian Dietz (Granz) – Strafen: Ravensburg 9 Minuten, Krefeld 9 Minuten – Zuschauer: 2905.