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Aktionsbündnis

Wieso viele Ravensburger gegen 5G zu Felde ziehen

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Zum zweiten globalen Protesttag erklären Mitglieder des Aktionsbündnisses ihre Motivation
Veröffentlicht:28.04.2020, 05:00

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Das „Aktionsbündnis Ravensburg 5G-frei im öffentlichen Raum“ engagiert sich für eine Einwohnerversammlung in Ravensburg zum Thema 5G und sammelt dafür Unterschriften. Anlässlich des zweiten globalen Protesttags am 25. April gegen 5G hatten einige der lokal Mitwirkenden ihre Motivation in einer Pressemitteilung erklärt.

Bereits zum ersten globalen Protesttag gegen 5G am 25. Januar gab es in Ravensburg einen Infostand auf dem Marienplatz, an dem das Aktionsbündnis Unterschriftenlisten für die Einwohnerversammlung auslegte und informierte. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise sind solche Protestaktionen zurzeit nicht möglich. Deswegen haben die Initiatoren des Aktionsbündnisses Statements von einigen ihrer Mitwirkenden gesammelt, warum sie das Engagement unterstützen.

Einwohnerversammlung gefordert

Thomas Haberland , Initiator des Aktionsbündnisses, wird in dem Schreiben folgendermaßen zitiert: „Bitkom, Bundesamt für Strahlenschutz und Bundesregierung planen große Kampagnen zur Aufklärung der Bürger über das Thema Mobilfunk und 5G. Dem schließe ich mich gerne an und fordere dazu eine Einwohnerversammlung.“ Der Rechtsanwalt Berthold Traub unterstützt laut des Berichts die Aktion, „da die neue Technik lediglich die Kommunikation zwischen Maschinen verbessern soll, was gegebenenfalls zur Vergrößerung der Arbeitslosigkeit führt und außerdem die Überwachung der Bevölkerung nochmals beträchtlich verschärfen kann.“

Für die Physiotherapeutin Waltraud Breidenstein darf „in Deutschland Mobilfunk nicht ausgebaut werden, ohne dass die Unschädlichkeit vorab wissenschaftlich nachgewiesen wird.“ Ähnlich sieht das der Arzt Dietmar Hawran, der in seinem Statement erklärt, dass die IPPNW Gruppe Ravensburg (Ärzte gegen den Atomkrieg – Ärzte in sozialer Verantwortung) darauf hinweise, „dass die medizinisch-biologische Bewertung von elektromagnetischen Feldern bis heute wissenschaftlich kontrovers diskutiert wird. Auch der Expertenausschuss der WHO hat zu elektromagnetischen Feldern vor einem Jahr aufgrund neuer Studienergebnisse die Höherstufung in ,wahrscheinlich krebserregend‘ oder gar ,krebserregend‘ gefordert.“

„Mit 4G können alle Smartphone-Anwendungen bedient werden“

Professor Wolfgang Ertel von der Hochschule Ravensburg-Weingarten erklärt laut des Presseberichts: „Im Schussental mit einer guten 4G-Abdeckung brauchen wir kein 5G im öffentlichen Raum. Mit 4G können alle Smartphone-Anwendungen problemlos bedient werden. Es gibt also keinen Bedarf für ein neues Mobilfunknetz. Der Aufbau einer 5G-Infrastruktur verbraucht viele Ressourcen für den Aufbau und den Betrieb. Wenn kein Bedarf besteht, ist dieser Ressourcenverbrauch in Zeiten des Klimawandels keinesfalls gerechtfertigt.“