Lieblingsrezept

Vierte Kandidatin innerhalb einer Woche aus der Region bei „Wer wird Millionär“

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

Die Ravensburgerin Gabriele Bärnwick bringt Quizmaster zum Lachen und sagt: – „Jauch ist wie ein Magnet“
Veröffentlicht:10.01.2023, 17:00
Aktualisiert:11.01.2023, 08:13

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Nachdem ein Paar aus Bodnegg und die Pressesprecherin der Stadt Weingarten vergangene Woche mit Günther Jauch um die Millionen gezockt haben, folgte am Montagabend Gabriele Bärnwick aus Ravensburg mit einem unterhaltsamen Auftritt.

Mit ihren Erzählungen von ihrem Lieblingsrezept und ihrer Wasch-Routine brachte die Rentnerin das ganze Studio zum Lachen. Am Ende krallte sie sich den Höchstgewinn unter den vier Kandidaten der Region von 64.000 Euro.

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Teilweise vorsichtig, aber auch immer wieder am Zocken. Mit diesem Spielstil beeindruckte Gabriele Bärnwick Günther Jauch und die Zuschauer am Montagabend auf RTL. (Foto: Stefan Gregorowius/RTL/Schwäbische.de)

„Ich habe mir die Sendung gestern zweimal angeschaut“, sagt Bärnwick am Dienstagmittag im Gespräch mit der „ Schwäbischen Zeitung “ und lacht. „Ich habe absolute Ruhe gebraucht, das Telefon versteckt und das Handy auf lautlos gestellt.“

Als sie wieder zum Handy griff, habe sie so viele Nachrichten bekommen, wie sonst in einem Jahr. „Von Freunden und Bekannten, aber auch von Menschen, mit denen ich ewig keinen Kontakt hatte – alle Nachrichten waren sehr positiv.“

Ich musste erst einmal aufpassen, dass ich nicht in Schnappatmung gerate.

Bärnwick schaffte es in der Sendung am Montagabend gleich als Erste auf den begehrten Stuhl gegenüber von Günther Jauch. „Da muss man erst einmal die richtige Position finden“, berichtet Bärnwick – Beine überschlagen sei beispielsweise total unbequem. „Und ich musste erst einmal aufpassen, dass ich nicht in Schnappatmung gerate.“

Doch die Nervosität habe sich schnell gelegt. „Jauch ist dann wie ein Magnet“, sagt Bärnwick. „Das ist dann ständig Aktion und Reaktion.“ Dabei kam immer wieder Bärnwicks Humor heraus, der Jauch und die Zuschauer begeisterte.

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So erkundigte sich Jauch beispielsweise nach Bärnwicks Hörgerät. Das sei unter anderem wegen der vielen vergangenen Nächte in Techno-Clubs notwendig. „Das trage ich aber nur abends vor dem Fernseher. Tagsüber will ich gar nichts hören“, sagte Bärnwick trocken.

Für einen weiteren Lacher sorgte die Rentnerin, als sie über ihre Kochkünste berichtete. „Ich koche fast alles in der Mikrowelle“, sagte Bärnwick. Am liebsten eine Eigenkreation aus Maultaschen, Leberspätzle in einem Topf mit Brühe.

Auch die Wäsche wird zum Thema

Während sich Bärnwick durch die Fragen hocharbeitete, machte Jauch auch ihre Wasch-Routine zum Thema. Sie reinige generell Bunt-, Weiß- und Kochwäsche zusammen, bei 40 bis 50 Grad. „Mischkalkulation“, nannte die Ravensburgerin das. Die Maschine werde auch erst angestellt, wenn die Trommel wirklich vollgestopft ist.

„Aber es wird trotzdem alles sauber?“, fragte Jauch. „Also, es kommt nass raus“, antwortete Bärnwick. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ am Dienstag erwähnt die Ravensburgerin scherzend, dass sie natürlich auch noch andere Hobbys außer Kochen und Waschen habe.

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Grundsätzlich sei das RTL-Team und der ganze Tag am Wer-wird-Millionär-Set „einwandfrei“ gewesen, berichtet die 64-Jährige von der Aufzeichnung im November. „Das war eine Rundum-Betreuung und der Tag verging ruckzuck.“ Bis es zu ihrem Auftritt kam, habe es jedoch eine ganze Weile gedauert.

Für die Quizshow angemeldet habe sie ihr Neffe im Januar 2022, es folgten Telefonate und weitere Ausschlussrunden. Im Spätsommer habe sie dann die endgültige Zusage bekommen und sei in die Vorbereitung gestartet.

Mein Spiel war ein kalkuliertes Risiko.

Während der Show beantwortetet Bärnwick die Fragen teilweise mit hoher Risikobereitschaft, bei anderen Fragen griff sie direkt zum Joker. „Ich hatte insgesamt viel Glück mit den Fragen. Auf einigen Gebieten kenne ich mich nämlich gar nicht aus“, sagt die Ravensburgerin bescheiden. Auch bei der 125.000 Euro-Frage sei sie sich direkt sicher gewesen, dass sie die Antwort nicht wisse und habe daher auch direkt abgewunken.

„Mein Spiel war ein kalkuliertes Risiko“, resümiert Bärnwick. Obwohl, so kalkuliert dann doch nicht, gesteht sie lachend: „Einmal habe ich Risiko gespielt und war mir währenddessen gar nicht bewusst, dass ich auf 500 Euro zurückfallen kann.“

Mithilfe der 64.000 Euro hofft sie, sich ihren Traum von einer kleinen Wohnung mit Seezugang zu erfüllen. „Jeden Tag im Bodensee zu schwimmen, das ist mein Traum“. Sie wisse, dass der Gewinn dafür nicht ausreicht – aber wer weiß, sagt Bärnwick, vielleicht habe sie ja noch einmal Glück.