Energiekrise

Ausstieg vom Atomausstieg wegen der Energiekrise? – Diskutieren Sie mit

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

Die letzten drei Atomkraftwerke sollen länger laufen, um Gas zu sparen. Selbst mancher Grüner hält das für eine gute Idee. Was denken Sie? Soll Deutschland weiter Strom aus Atomkraft beziehen?
Veröffentlicht:29.07.2022, 09:02
Aktualisiert:31.07.2022, 13:05

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Thema: Ausstieg vom Atomausstieg wegen der Energiekrise?

Hintergrund:

  • Deutschland hat aktuell noch drei Atomkraftwerke am Netz. Deren Laufzeit endet eigentlich 2022. Zwei der drei Kraftwerke stehen dabei im Süden Deutschlands: Neckarwestheim 2 und Isar 2.
  • Um Gas für Gaskraftwerke zu sparen, kam zu Beginn der Woche der Vorschlag auf, diese Kraftwerke weiterlaufen zu lassen, um so die Stromherstellung weiter abzusichern.
  • Befürworter der Pläne kommen aus den Reihen der und der FDP . Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz fordert bereits von der Regierung die Beschaffung neuer Brennstäbe.
  • Auch aus den Reihen der einstigen Atomkraftgegner, den Grünen, gibt es Stimmen, die diese Pläne begrüßen.
  • Wirtschaftsminister Robert Habeck hat derweil einen weiteren Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland angekündigt.
  • Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) schließt einen sogenannten Streckbetrieb von Atomkraftwerken in Deutschland über das Jahresende hinaus nicht aus.
  • Kritik an den Plänen kommt vor allem von Umweltverbänden. So warnt beispielsweise der BUND vor einem Weiterbetrieb und lehnt diesen kategorisch ab. „Energie aus Atomkraft ist unsicher, unrentabel und unnötig“, erklärt der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Donnerstag bei der Vorstellung einer Kernkraft-Studie.
  • Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand des Kampagnen-Netzwerks Campact , sagte: „AKWs sind eine tickende Zeitbombe, deren Zünder mit jedem Betriebsjahr lockerer sitzt.“ Mit einer Laufzeitverlängerung zum Abbrennen der Brennstäbe drohe die prinzipielle Abkehr vom Atomausstieg.

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