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Towerstars enttäuschen im Derby gegen Freiburg

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

Die Ravensburger legen in der DEL2 einen kapitalen Fehlstart hin. Das Aufbäumen im Schlussdrittel kommt zu spät. Das hat Auswirkungen auf die Tabelle.
Veröffentlicht:09.02.2024, 22:29

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Die Ravensburg Towerstars haben im Derby gegen den EHC Freiburg teils schlimme Fehler gemacht. Durch die 3:4-Niederlage am Freitagabend vor 2424 Zuschauern in der CHG-Arena rutschten die Ravensburger in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga 2 auf Rang fünf ab.

Am Sonntag (17 Uhr/SpradeTV) wartet das Auswärtsspiel beim Tabellenführer Kassel Huskies. „Wir haben Fehler gemacht, die zu Toren geführt haben und waren wieder einmal nicht effektiv genug“, haderte Towerstars-Trainer Gergely Majoross.

Zweimal ein identischer Spielzug

Die Towerstars zeigten in den ersten Minuten der Partie etwas, was man genauso im Lexikon unter dem Begriff Fehlstart nachschlagen kann. Nach vorne gelang überhaupt nichts, hinten gab es zwei Gegentreffer nach identischem Muster. Nach 67 Sekunden passte Eero Elo von der linken Seite quer durch den Torraum, auf der rechten Seite stand Nick Master frei und brachte Freiburg in Führung. Nach einer Strafe gegen Julian Eichinger spielten die Gäste erst schwach, dann legte aber Filip Reisnecker die Scheibe von links quer durch den Torraum - Simon Danner erhöhte auf 2:0 (5.).

Nur ein Spielzug gelang den Towerstars in den ersten zehn Minuten: Daniel Schwaiger, den die Ravensburger vom spielfreien Förderlizenzpartner ERC Ingolstadt bekommen hatten, schickte Lukas Mühlbauer, der brachte den Puck an Goalie Patrik Cerveny vorbei. Das 1:2 (7.) gab den Towerstars Auftrieb? Mitnichten! Die Überzahl kurz darauf verdiente den Namen Powerplay nicht.

Schadensbegrenzung betrieben

Da auch Freiburg in der Folge kaum Kombinationen zustande brachte, dümpelte das Derby minutenlang vor sich hin. Dann brachte Eichinger den Puck zu Sam Herr, der Kapitän legte die Scheibe ab zu Robbie Czarnik - der traf mit der Rückhand zum 2:2 (15.). Die Towerstars hatten also Schadensbegrenzung betrieben - zufrieden sein konnte mit diesem Auftritt nach 20 Minuten allerdings kein Ravensburger.

Doch eine deutliche Leistungssteigerung war im zweiten Drittel nicht zu erkennen. Es gab weiter haarsträubende Fehler der Towerstars - einer führte in der 26. Minute zum nächsten Gegentreffer. Noah Dunham, ein weiterer Ingolstädter Förderlizenzspieler, rutschte an der blauen Linie aus und lud die Freiburger zum Konter ein. Eero Elo bediente Parker Bowles, der traf über Sharipovs Schulter zum 3:2 für die Gäste.

Mit dieser Freiburger Reihe hatten die Ravensburger große Probleme. Auch am 4:2 waren diese drei Freiburger beteiligt. Sharipov konnte den Puck nicht festhalten, die Gäste stocherten energischer nach als die Towerstars und Master machte seinen zweiten Treffer des Abends. In der CHG-Arena kam kaum Stimmung auf - was natürlich am miserablen Auftritt der Towerstars lag.

Die durften das Schlussdrittel nach einer Strafe gegen Master aber in Überzahl beginnen - und machten schnell den Anschlusstreffer. Dieses Mal lief die Scheibe gut im Powerplay. Über Czarnik und Sarault kam sie zum Überzahlspezialisten Fabian Dietz - es hieß nur noch 3:4. Matt Alfaro hätte Sekunden später den Ausgleich erzielen können, er scheiterte aber an Cerveny.

Dicke Chance kurz vor Schluss

Plötzlich war viel mehr Schwung drin im Spiel der Ravensburger. Sie machten nun den Druck, den viele Fans von Beginn an erwartet hatten. Nick Latta und Alfaro vergaben in der 51. Minute eine Riesenchance zum Ausgleich. Als Dietz den Puck nach einem Schuss von Denis Pfaffengut abfälschte, zeigte Cerveny eine tolle Reaktion. Den Towerstars lief die Zeit davon. Das Bemühen war - anders als in den ersten beiden Dritteln - klar zu erkennen und wurde von den Fans auch honoriert.

Und dann gab es noch die dicke Chance zum späten Ausgleich: 75 Sekunden vor dem Ende gab es eine Strafzeit gegen Freiburgs Jesse Roach. Es hieß sechs Ravensburger Feldspieler gegen vier Freiburger. Doch die Gäste retteten sich und die drei Punkte ins Ziel. „Das war für uns heute das Wichtigste“, meinte Trainer Timo Saarikoski mit Blick auf die Tabelle.

Ravensburg Towerstars - EHC Freiburg 3:4 (2:2, 0:2, 1:0). - Tore: 0:1 (1:07) Nick Master (Elo, Bowles), 0:2 (4:05 ÜZ) Simon Danner (Reisnecker, Hon), 1:2 (6:43) Lukas Mühlbauer (Schwaiger), 2:2 (14:35) Robbie Czarnik (Herr, Eichinger), 2:3 (25:12) Parker Bowles (Elo), 2:4 (31:36) Nick Master (Bowles, Elo), 3:4 (40:55 ÜZ) Fabian Dietz (Sarault, Czarnik) - Strafen: Ravensburg 2 Minuten, Freiburg 8 Minuten - Zuschauer: 2424.