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Spitzenspiel eröffnet Bezirksligaspieltag

Ravensburg / Lesedauer: 4 min

In der Fußball–Bezirksliga Bodensee reist der FC Leutkirch bereits am Freitag nach Ailingen zum Spitzenspiel. Tabellenführer Vogt erwartet spielstarken SV Kressbronn.
Veröffentlicht:14.09.2023, 19:19

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Die Fußball–Bezirksliga ist — bis auf wenige Ausnahmen — vor dem sechsten Spieltag so ausgeglichen wie seit Langem nicht mehr. Aufsteiger SV Vogt sorgt als Spitzenreiter für Furore. Das Erfolgsgeheimnis: eine stabile Abwehr. Eschach und Oberzell — Absteiger aus der Landesliga — sind noch auf der Suche nach dem richtigen Weg, um erfolgreicher zu sein. Die TSG Ailingen hat nach Punkten zum FC Leutkirch aufgeschlossen (11) und erwartet den Zweiten bereits am Freitagabend (19 Uhr) zum Spitzenspiel. Fast alle anderen Partien werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Meckenbeuren spielt erst um 17 Uhr gegen Ratzenried.

„Ich freue mich immer gegen diese Elf zu spielen. Das ist eine gute Mannschaft“, sagt Roman Hofgärtner, Trainer des FC Leutkirch. Seine Elf gastiert am Freitag bei der TSG Ailingen. Hofgärtner war am Mittwochabend Zaungast in Tettnang beim 5:1–Erfolg der Mannschaft von Daniel Di Leo über den TSV (vorgezogenes Spiel). „Die erste Halbzeit war richtig gut. In Hälfte zwei haben wir weniger getan und wurden bestraft. Das darf uns gegen Leutkirch nicht passieren“, meint Di Leo, der zweimal traf.

SG Baienfurt fehlt die Durchschlagskraft

Ebenfalls zweimal war Samuel Nuber von der SG Argental im Nachholspiel gegen Baienfurt erfolgreich. Am Ende gab es zu Hause den ersten Dreier der Saison. Das Team von Bruno Müller siegte mit 3:1. Für Baienfurt war es die fünfte Niederlage in Folge. „Wir haben ein paar Ausfälle und das merkt man. Aber uns fehlt im Angriff die Durchschlagskraft. Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten“, sagt Can Alkan, Trainer der SG Baienfurt. Am Sonntag erwartet der Tabellenletzte den VfL Brochenzell. „Gegen einen Gegner zu spielen, der noch keinen Rhythmus gefunden hat, ist immer schwer. Man weiß nie, wann der Knoten platzt. Wir müssen hellwach sein“, sagt Yasin Erdem, Trainer des VfL.

Im Vergleich der Neulinge erwartet die SG Argental die SGM Unterzeil/Seibranz. Der 3:1–Heimsieg gegen Baienfurt ist dann etwas wert, wenn die Elf von Müller nachlegen kann.

Nach dem 1:5 gegen Ailingen reist die Mannschaft von Tobias Kaiser zum TSV Eschach. Das Gute für den TSV Tettnang ist, dass es beim Landesligaabsteiger nach einem guten Beginn ebenfalls noch nicht rund läuft, allerdings hat die Mannschaft von Trainer Philipp Meißner fünf Punkte mehr als der Gast aus Tettnang. „Wir müssen von Beginn an um jeden Ball kämpfen“, sagt Kaiser.

Ist der TSV Meckenbeuren im Heimspiel gegen den TSV Ratzenried Favorit? Nach den zuletzt gezeigten Leistungen ja, aber die Mannschaft von Trainer Steve Reger ließ zu viel zu und beraubte sich selber der möglichen Punkte. Dreimal in Folge spielte die Mannschaft Unentschieden. Beim 3:3 in Maierhöfen und beim 2:2 in Leutkirch wäre mehr drin gewesen. „Wer am Sonntag mit der besten Mannschaft spielt, der holt die drei Punkte. Meine Elf hat zuletzt einen guten Charakter gezeigt. Ich hoffe, dass wir ein Tor mehr schießen als der Gegner“, betont Reger mit einem Lächeln.

SV Oberzell befindet sich noch in der Gewöhnungsphase

Das hofft auch der SV Oberzell beim Derby zum SV Weingarten. Der SVO tut sich noch schwer, Fuß zu fassen und muss sich an die neue Rolle in der Bezirksliga wieder gewöhnen. „Wir sind in jedem Spiel Favorit und müssen Lösungen finden, wie wir ein Bollwerk knacken“, sagt SVO–Trainer Daniel Hörtkorn. Die Gegner stehen fast immer sehr tief und seine Mannschaft dürfe die Geduld nicht verlieren. „Es muss nicht immer schön aussehen, Hauptsache wir holen drei Punkte“, meint der SVO–Trainer.

Auf eine Überraschung hofft Mico Susak, Trainer des SV Kressbronn, beim Tabellenführer SV Vogt. Das Geheimnis des Aufsteigers ist eine solide Abwehrarbeit und eine effektive Offensive. „Wir müssen dagegenhalten und dürfen nicht zurückziehen, dann haben wir eine Chance“, sagt Susak, der aber auch weiß, dass „es bei uns derzeit überall hapert. Es fehlt uns immer ein bisschen.“

Was fehlt dem SV Kehlen, um in der Liga erfolgreicher zu sein? „Wir machen zu viele individuelle Fehler, die bestraft der Gegner“, sagt Trainer Domingos Manzambi. So wie beim 0:3 gegen Tettnang. Zehn schwache Minuten reichten, um dem Gegner die drei Punkte zu überlassen. Das anstehende Heimspiel gegen den SV Maierhöfen/Grünenbach wird nicht einfacher.