Verfolgerfeld

Spielerisch unterlegener TSB gewinnt gegen Stuttgart

Ravensburg / Lesedauer: 3 min

Ravensburger Oberliga-Volleyballer stehen nach dem 3:2-Erfolg gegen den direkten Kontrahenten auf Platz drei
Veröffentlicht:31.01.2011, 18:15
Aktualisiert:25.10.2019, 21:00

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Mit dem 3:2-Sieg (14:25, 25:22, 20:25, 26:24, 15:12) gegen den Tabellennachbarn TSV G.A. Stuttgart II hat sich der TSB Ravensburg wieder Abstand zum Verfolgerfeld verschafft und steht nun hinter Hausen und Fellbach auf Platz drei der Oberliga Württemberg. Für die direkten Kontrahenten war ein Sieg im Verfolgerduell ein sogenannten Vier-Punkte-Spiel. Außerdem sollte dieses Spiel vor allem für den TSB wegweisend für den weiteren Verlauf der Rückrunde sein.

Die Ravensburger gaben sich beim Einspielen noch hochmotiviert, bekamen aber schon zu Beginn des ersten Satzes den ersten Dämpfer. Der TSB fand schlecht ins Spiel und hatte in der Annahme große Probleme, den Ball zu kontrollieren. Die Gäste aus Stuttgart machten bei eigenem Aufschlag meist drei Punkte oder mehr, wohingegen die Ravensburger sich mit ein bis zwei Punkten zufriedengeben mussten. Der erste Satz ging damit deutlich an den TSV.

Im zweiten Durchgang fand der TSB besser ins Spiel, hatte aber weiter Probleme, ein effektives Angriffsspiel aufzuziehen. Trainerin Eva Müllerschön, die auf den kompletten Kader zurückgreifen konnte, brachte in der Mitte des zweiten Satzes Kai Wilson auf der Diagonalen, der mit seinen druckvollen Angriffen Akzente setzen konnte. Nach dem Satzausgleich tat sich der TSB weiter schwer. Obwohl sich Ravensburg in der Abwehr kämpferisch gab, führten Nachlässigkeiten in der Annahme zu einer Schwächung des Spielaufbaus. Die Stuttgarter nutzten das konsequent und entschieden diesen Durchgang für sich.

Der vierte Satz war über die gesamte Dauer ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Der TSB erarbeitete sich durch gute Block- und Abwehrarbeit schließlich einen 20:17-Vorsprung. Aber Stuttgart kämpfte sich nochmals auf 24:24 heran. Die letzen zwei Punkte des Satzes konnte der TSB jedoch für sich entscheiden und damit den Satzausgleich erzielen.

Trainerin resigniert fast

Im entscheidenden Tie-Break erwischten die Stuttgarter den besseren Start und konnten sich auf 9:5 absetzen. Obwohl TSB-Trainerin Müllerschön das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon fast aufgegeben hatte und sich resigniert auf ihrem Stuhl niederließ, kamen die Ravensburger dank einer kämpferischen Leistung zurück in Spiel. Angefeuert von den zahlreichen Zuschauern gewannen sie die langen Ballwechsel. Die Stuttgarter dagegen zeigten in der Endphase Nerven und sorgten mit zwei Fehlaufschlägen für den ersten Matchball des TSB. Den verwertete Ravensburg gleich im ersten Anlauf.

Der TSB war in diesem spannenden Spiel zwar spielerisch meist unterlegen, konnte aber durch die mannschaftliche Geschlossenheit und das starke Auftreten der Wechselspieler überzeugen. Nach dem ersten Heimsieg der Rückrunde steht Ravensburg auf Rang drei und kann sich in den nächsten Spielen gegen den Tabellenführer TV Hausen und den Zweitplatzierten SV Fellbach II weiter nach oben arbeiten.