Kundgebung

Polizei meldet ruhige Nacht nach Toleranz-Demo

Ravensburg / Lesedauer: 2 min

1500 bis 2500 Menschen haben am Montag in Ravensburg gegen Rassismus demonstriert. Unklar bleibt, ob sich auch rechte Aktivisten in die Stadt vorgewagt haben.
Veröffentlicht:16.10.2018, 10:34
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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1500 Menschen haben sich laut Polizeiangaben am Montagabend bei der Kundgebung "Gleiche Rechte und ein gutes Leben für alle - gegen nationalistische und rassistische Hetze" am Marienplatz in Ravensburg versammelt. Der Veranstalter spricht sogar von 2500 Teilnehmern.

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Wie die Polizei nun mitteilt, verlief nicht nur die eigentliche Demo, sondern auch die Nacht nach der Toleranz-Veranstaltung ausgesprochen ruhig: "Nach mehreren Redebeiträgen und Musikdarbietungen wurde die friedlich und störungsfrei verlaufende Kundgebung gegen 19.45 Uhr von der Versammlungsleiterin beendet", heißt es unter anderem im Bericht der Polizei.

Einige Dutzend machen weiter

Allerdings soll es auch nach Ende der offiziellen Kundgebung eine weitere "Spontandemonstration" gegen Rassismus und für Toleranz in der Fußgängerzone gegeben haben. Auch diese Kundgebung mit einigen Dutzend Teilnehmern verlief laut Polizei ohne Vorkommnisse - wie der Rest der Nacht.

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Eine für den gleichen Abend auf dem Gespinstmarkt angemeldete rechte Versammlung mit dem Titel "Mahnwache wegen der Messerstecherei in Ravensburg" wurde von den Veranstaltern ohnehin schon am Montagvormittag abgesagt. Zuvor war befürchtet worden, dass es Zusammenstöße zwischen den Demonstrationsblöcken geben könnte.

Versprengte Rechte

Es ist allerdings nicht offiziell bekant, ob trotz der Absage auch rechte Demonstranten nach Ravensburg gekommen waren. Das Blog "Allgäu rechtsaußen" hatte zwar per Twitter vermeldet, dass sich einige versprengte rechte Demonstranten in der Stadt aufgehalten hätten. Die Polizei will dazu aber nach Angaben eines Sprechers "keine Angaben preisgeben".

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Am 28. September hatte ein mutmaßlich psychisch kranker 21-jähriger Afghane am Ravensburger Marienplatz mit einem Messer bewaffnet drei Passanten, einen Touristen und zwei Syrer, schwer verletzt. Die Tat hatte für Aufmerksamkeit in der rechten Szene gesorgt - aber auch Bekenntnisse der Solidarität mit Flüchtlingen ausgelöst.

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