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Ravensburger Klimaschützer zeigen wieder Flagge

Ravensburg / Lesedauer: 1 min

Vorab verbreitete Falschnachrichten überschatten eine kleine Mahnwache der Ravensburger Klima-Aktivisten.
Veröffentlicht:22.12.2023, 16:27

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Am Ort der ersten Baumbesetzung vor drei Jahren an der Ravensburger Schussenstraße haben Klima-Aktivisten am Freitag mit einer Mahnwache daran erinnert, dass trotz politischer Absichtserklärungen in dieser Sache aus ihrer Sicht bisher viel zu wenig passiert sei. Der vor drei Jahren beschlossene Ravensburger Klimakonsens müsse Konsequenzen haben anstatt nur Ankündigungen nach sich ziehen, so die Aktivisten. „Wo bleiben die Tempo-30-Ausschilderungen? Wo bleiben die neuen Buslinien? Wo bleibt der Zuschuss zum 49-Euro-Ticket?“, fragte Samuel Bosch, der vor drei Jahren als Baumbesetzer zu Bekanntheit in der Region gekommen ist und inzwischen mehr oder weniger im Baumhauscamp im Altdorfer Wald lebt.

Gefälschte Briefe der Stadt im Umlauf

In einer vorab versendeten Pressemitteilung kritisierten die Klimaschützer Pläne der Stadt, 759.000 Euro aus dem kommunalen Etat für eine Organisation namens „Climate Emergency Fund“ spenden zu wollen, um sich klimatechnisch „reinzuwaschen“ und sie bedankten sich ironisch für einen Weihnachtsbrief des Oberbürgermeisters, in dem er das bekanntgegeben haben soll.

Beide Informationen sind aber nicht richtig, wie die Aktivisten am Freitag selbst einräumten. Die Stadt bestätigte das der „Schwäbischen Zeitung“. Pressesprecher Timo Hartmann sprach in Bezug auf das in Teilen der Stadt verteilte Schreiben von „Fake News“ mit einem gefälschten Briefkopf der Verwaltung. Der Urheber dieses Schreibens ist unbekannt.